21.06.2021 - 17:12 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Niedrige Corona-Werte im Landkreis Schwandorf

Die Corona-Inzidenz verharrt im Landkreis Schwandorf bei 4,7. Die Delta-Variante ist im Landkreisgebiet noch nicht nachgewiesen. Ein Verdachtsfall wird allerdings überprüft.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von Freitag auf Samstag von 6,8 auf 4,7 und blieb auch am Sonntag und Montag bei diesem Wert. In den drei Tagen von Freitag bis Sonntag gab es drei neue Infektionen, was zu einer Erhöhung der Gesamtzahl auf 8372 führte.

Die Delta-Virusvariante ist im Landkreis Schwandorf noch nicht festgestellt worden. "Befasst mit diesem Thema sind wir freilich schon", sagte dazu das Gesundheitsamt. Eine Person gilt als Kontaktperson, weil sie mit einer mit der Delta-Variante infizierten Person im selben Flugzeug saß. Die Kontaktperson aus dem Landkreisgebiet befindet sich seit dem Flug in Quarantäne und wird in einem in der Homepage des Robert-Koch-Instituts frei abrufbaren Schaubild als Verdachtsfall geführt. Mehrmalige Tests sind bislang aber alle negativ geblieben. Wenn das in den nächsten beiden Tagen so bleibt, endet die Quarantäne für die Kontaktperson, und der Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt.

Das Landratsamt hatte von zwei indischen Varianten berichtet, nämlich Delta und Kappa. Als besorgniserregende Variante (VOC = Variants of Concern) gilt laut Einstufung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur Delta. Kappa ist als eine unter Beobachtung stehende Variante (VOI = Variants of Interest) eingestuft. Anders ausgedrückt: Nach dem Stand der Wissenschaft haben VOCs epidemiologische Bedeutung, VOIs dagegen nicht. VOIs werden nur beobachtet, was eine geringere Stufe gegenüber den VOCs darstellt.

Nach 1554 Schnelltestungen in der Woche vom 7. bis 13. Juni haben Bayerisches Rotes Kreuz und Johanniter Unfallhilfe in der zu Ende gegangenen Woche vom 14. bis 20. Juni an den Schnellteststellen insgesamt 1497 Testungen gemacht. In einem Fall wurde ein positives Ergebnis ermittelt, was einer Positivrate von nur 0,07 Prozent entspricht. Die annähernd selbe Testanzahl wie in der Woche vorher bestätigt, dass trotz stabiler niedriger Inzidenzwerte und verfügter Lockerungen ein Grundbedarf an Schnelltestungen besteht. Wer online unter https://www.etermin.net/coronatest einen Termin bucht, kann freiwillig (kein Pflichtfeld) angeben, warum er sich testen lassen möchte. Davon haben 241 der getesteten 1497 Personen Gebrauch gemacht. Auf der Basis dieser Rückmeldungen, die rund 16 Prozent entsprechen, ergibt sich folgendes Bild (in der Reihenfolge der meisten Nennungen): Urlaub / Tourismus 46 Prozent, berufliche Gründe 11, Besuch im Krankenhaus 11, allgemeine Vorsorge 10, Schulbesuch 7, Besuch im Altenheim 6, Prüfungsteilnahme 4 und Beendigung der Quarantäne 2 Prozent. Testungen aufgrund von Krankheitssymptomen liegen bei weniger als einem Prozent.

Auch in der neuen Woche bleibt das Angebot der Hilfsorganisationen in ähnlichem Umfang bestehen. Erst nächste Woche erfolgt eine moderate Anpassung der Öffnungszeiten des Schnelltestzentrums im Sepp-Simon-Stadion. Dort wird künftig Montag bis Freitag von 14.30 bis 19 Uhr und am Samstag von 11 bis 14 Uhr getestet. Die Öffnungszeiten orientieren sich am Bedarf und an den Möglichkeiten.

Der regionale Corona-Newsblog im Onetz

Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.