(rhi/td) Dass die Schichten an Weihnachten nicht der Renner sind, liegt in der Natur der Sache. Das gilt auch für Notärzte. Im Landkreis Schwandorf gibt es fünf Notarztstandorte. Die wollen erst einmal besetzt sein. Stationiert sind Notärzte in Bruck, Burglengenfeld, Nabburg, Oberviechtach und Schwandorf.
"Erfahrungsgemäß übernehmen Ärzte auch kurzfristig noch offene Dienste. Derzeit werden die Dienstpläne in dieser Region noch von unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort erstellt. Doch in jedem Fall ist die notärztliche Versorgung der Bevölkerung zu jeder Zeit sichergestellt", versichert Birgit Grain, die Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.
"Auch Nabburg besetzt"
Probleme hat im letzten Jahr der Dienst in Nabburg gemacht, aber die Integrierte Leitstelle in Amberg gibt Entwarnung, besonders, was den 24. Dezember betrifft. "Heiligabend ist auch in Nabburg besetzt", betont Stefan Brunner, der stellvertretende Leitstellenleiter.
Der Schwandorfer Notarzt Dr. Michael Heidrich erinnert sich, dass das Gebiet nördlich von Schwarzenfeld letztes Jahr über die Feiertage "notärztlich gesehen ein weißer Fleck" war. Wenn der Notfallmediziner am Heiligen Abend zu einem Herzinfarkt- oder Schlaganfallpatienten nach Nabburg, Pfreimd oder Wernberg-Köblitz ausrücken musste, dann fehlte er in dieser Zeit an seinem eigentlichen Standort in Schwandorf. "Dann mussten Kollegen aus Bruck oder Burglengenfeld anfahren", so der Notarzt. Was das in der Praxis bedeutet, erlebte Heidrich im vergangenen Jahr, als er von einem Einsatz zum anderen "raste".
Im Gegensatz zum Bereitschaftsdienst könnten die Kollegen nicht zu Notarztdiensten verpflichtet werden. "Und über die Feiertage wollen die meisten halt ihre Ruhe haben".
Engpass in Schwandorf?
Heidrich befürchtet im Übrigen bald einen Engpass in der Stadt Schwandorf mit den Gemeinden Wackersdorf, Steinberg am See und Schwarzenfeld. Dieses Gebiet decken aktuell neun Notärzte das ganze Jahr über rund um die Uhr ab. "Wir erstellen die Einsatzpläne selbst und lassen sie von der Kassenärztlichen Vereinigung bestätigen", erklärte er. Das funktioniere reibungslos. Die Frage sei nur, wie lange noch. Wenn sich die Arbeitsbedingungen für die Notärzte weiter verschlechterten, dann rechnet der Notfallmediziner bald mit einem Ausstieg auch der Schwandorfer Kollegen.













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