(ch) "Man muss kein großer Rechenkünstler sein um daraufzukommen, dass es für mich nicht reicht", sagt der 30-Jährige. Am Ende schneidet er im Stimmkreis 306 mit 11,61 Prozent etwas besser ab als seine Partei (10,38 Prozent). Darauf hat Wein den ganzen Abend gehofft, die Blicke auf den Rechner mit den Ergebnissen aus dem Landkreis gerichtet. "Das ist ein Desaster", entfährt es Peter Wein nach den ersten Hochrechnungen, die über das laufende Fernsehprogramm eintreffen. "Der Schock ist gewaltig", sagt Wein, "ich weiß auf Anhieb nicht, woran es gelegen haben mag." Allerdings: "Wenn wir über zehn Prozentpunkte verloren haben, dann müssen es viele Punkte sein. Das müssen wir genau analysieren." Vor ein paar Jahren noch hätte die Tatsache, dass die absolute CSU-Mehrheit gebrochen ist, bei der SPD Jubel ausgelöst. Am Sonntagabend ist der Schock über die eigene Niederlage größer.
"Wir haben mit unseren Themen zur knapp zehn Prozent der Wähler erreicht", zieht Wein Bilanz. Selbst die gute Wahlbeteiligung habe der SPD nicht geholfen. Das Bild der Großen Koalition in Berlin? Sicher ein Grund, meint Wein, aber nicht der einzige. "Für mich persönlich geht die Welt nicht unter", betont er, während ihn einige Genossen trösten. Sein politisches Engagement werde nicht nachlassen. Die Reihen haben sich schon sehr gelichtet, als Bezirksvorsitzender Franz Schindler im Bistro eintrifft. "Ich habe auch keine Erklärung", sagt der scheidende Landtagsabgeordnete. "Nur eins weiß ich sicher: Schuld ist nicht der Peter Wein. Der hat gekämpft, wie ich es nicht mehr gekonnt hätte".














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