04.07.2018 - 17:10 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Platz für Wohnungen und Häuser

Mag es nun an den hohen Temperaturen liegen oder an der Einstimmigkeit: Jedenfalls brauchen die Planungsausschuss-Mitglieder für den öffentlichen Teil nur eine halbe Stunde. Dafür treiben sie die Schaffung neuen Wohnraums voran.

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

(doz) Gleich mehrere Tagesordnungspunkte betrafen das Thema Wohnen. Das Gremium einigte sich etwa auf die Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich der Libourne-Allee. Künftig gibt es dort eine "Wohnbaufläche" und kein "Gewerbegebiet mit Einschränkungen" mehr. Hintergrund ist der, dass ein Investor Interesse bekundet, "wohnbauliche Nutzung zu entwickeln", so die Verwaltung.

Im Süden des Stadtgebiets grenzt direkt an das nördlich gelegene Bebauungsplangebiet Buchmann-Gelände die etwa eineinhalb Hektar große, unbeplante Gewerbefläche an der Libourne-Allee an - und dort sollen nun eben Wohnungen entstehen. CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer sagte dazu: "Damit werden wir unsere Erfolgsgeschichte Wohnbau fortsetzen. Wo Wohnparzellen angeboten werden, sind sie ruck- zuck weg."

Lärmbelastung prüfen

Im Ortsteil "Ettmannsdorf-West" liefen in den vergangenen Jahren etliche Baugesuche und Anfragen für Eigenbedarf ins Leere. Als Grund nennt die Stadtverwaltung, dass die Grundstücke oft nicht eindeutig dem Innenbereich zugeordnet werden konnten. Eine sogenannte Klarstellungs- und Einbeziehungssatzung kann aber Abhilfe schaffen. "Ziel ist es, mit diesem vergleichsweise einfach strukturierten Verfahren in ortsplanerisch vertretbarem Umfang Baurecht für einzelne Wohnbauvorhaben zu schaffen, beziehungsweise diesbezüglich Baumöglichkeiten anzubieten." Schließlich entschieden sich die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses, das Konzept des Bebauungsplans "Schlossacker" noch einmal von der Stadtverwaltung überprüfen zu lassen, insbesondere, was die Verkehrsproblematik und Lärmbelastung betrifft.

Der Bebauungsplan ist bereits 2001 beschlossen worden. Weil der Bedarf nach Wohnbauflächen in Haselbach weiterhin hoch ist, will die Stadt laut Baudirektor Reinhard Schade die "Lärmbelange noch mal von einem Gutachter prüfen lassen." Nach einer schalltechnischen Untersuchung 1999 ist man davon ausgegangen, dass die Geschwindigkeit auf der Kreisstraße von Tempo 80 auf 60 reduziert wird, was allerdings nicht realisierbar war. Wopperer schlug vor: "Hinsichtlich des bauwilligen Jungvolks und der fehlenden Bauplätze könnten wir eventuell auf Tempo 70 beschränken."

Mehr Parkplätze

Die weiteren Tagesordnungspunkte winkten die Ausschussmitglieder durch. Dabei ging es etwa um die Erweiterung der bestehenden Auto-Stellplätze am Gleisdreieck. Das wird nötig, weil für die 1970 gegründete FOS/BOS immer mehr Stellplätze gebraucht werden. Ein Flächennutzungsplan muss nun dementsprechend angepasst werden.

Nach der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Sitzenhof Waldfabrik", bei der es "keine oder zustimmende Äußerungen gegeben hat" (Reinhard Schade), billigte das Gremium diesen.

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