Enge Beziehungen hat Karl-Georg Loritz zur Kolpingsfamilie, in der er bis heute Mitglied ist. Bei der Feier des 150-jährigen Jubiläums im Juni saß der prominente Schwandorfer auf der orangen Couch und sagte damals: "Kolping ist die einzige katholische Organisation, die in der Öffentlichkeit uneingeschränkt ein positives Bild abgibt". Das hörten die Verantwortlichen gerne und engagierten den Professor gleich für einen Vortragsabend. Am Freitag sprach der Experte für Wirtschaftsrecht über die Herausforderung der Politik in einer globalisierten Welt. "Die Wertschöpfung verlagert sich zunehmend in die virtuelle Welt", sagte der Wissenschaftler. Apple, Google und Microsoft würden die Automobilkonzerne bei den Umsätzen um ein Vielfaches übertreffen.
Die riesigen Geldströme, veranlasst von weltweit agierenden Finanzinvestoren, ließen sich von der Politik kaum noch kontrollieren, so Dr. Loritz. Er nimmt die Politiker in Schutz und warnt die Bürger vor einer zu hohen Erwartungshaltung. "Die Menschen sehen die enormen Leistungen unserer Politiker nicht", so die Einschätzung des Wissenschaftlers. Die Mandatsträger seien besser als ihr Ruf. Sie sollten allerdings einsehen,. "dass sie mit ihren Regulierungen an Grenzen stoßen".
Die Folgen der wirtschaftlichen Freiheit seien ungleiche Vermögensverhältnisse. Diese wiederum würden den Wohlstand vieler Menschen garantieren. Das Problem der ungleichen Vermögensverteilung lasse sich aber nicht durch Umverteilung lösen, so der Wirtschaftswissenschaftler. Er schloss mit einem Wort von Mutter Teresa: "Der eine wartet, bis die Welt sich wandelt, der andere packt fest an und handelt".













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.