Seit zwölf Jahren beliefern die Landwirte die beiden Biogasanlagen auf dem ehemaligen Bayernwerksgelände, die anfangs die Firma Schmack betrieben haben und die jetzt dem Energie-Unternehmen Eon gehören. Zunächst schafften rund 50 Landwirte aus einem Umkreis von 15 Kilometern mit ihren Anhängern den Mais selbst heran. Später kamen Gras, Zwischenfrüchte und Ganzpflanzensilage dazu. Den Transport übernahmen Fuhrunternehmen. "Die Liefergemeinschaft wurde zur Erfolgsgeschichte", sagt Hans Koch. Der Agraringenieur begleitet die Lieferanten von der ersten Stunde an und sieht die Gemeinschaft nun an der Schwelle einer neuen Entwicklung.
Hans Koch erkennt nicht nur bei den Preisverhandlungen, sondern auch bei Produktpalette "erheblichen Verhandlungsspielraum nach oben". Deshalb werde die Liefergemeinschaft den Kontakt zu weiteren Abnehmern suchen, kündigt Vorsitzender Thomas Kopf an. Von den Abnehmern erwartet er ein Umdenken nicht nur bei der Preisgestaltung, sondern auch im Hinblick auf die Biodiversität. Die pflegeleichte Pflanze "Silphie" etwa biete sich als Alternative zum Mais an. Die Betreiber der Biogasanlagen sollten die Artenvielfalt in der Produktpalette stärker berücksichtigen, so die Meinung der Lieferanten.
Die 120 Mitglieder der Interessensgemeinschaft liefern jährlich im Schnitt 10 000 Tonnen Gras, 14 000 Tonnen Ganzpflanzensilage und 25 000 Tonnen Mais. Helmut Ziegler koordiniert die Transporte von den Feldern zu den Biogasanlagen, der Maschinenring übernimmt die Abrechnung.













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