03.03.2019 - 12:40 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Weitere PV-Anlagen geplant

Ein Unternehmen und ein privater Bauträger treiben ihre Pläne für Photovoltaikfreiflächenanlagen voran. Der Planungs- und Umweltausschuss Schwandorf steht den Projekten, die einen Beitrag zur Energiewende bedeuten, positiv gegenüber.

Westlich von Freihöls besteht bereits eine Photovoltaik-Freiflächenanlage. Der Betreiber Energiebauern GmbH plant nun, dort eine weitere Anlage zu bauen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

An die bereits bestehende Photovoltaik-Freiflächenanlage Mitterfeld, westlich von Freihöls, soll eine weitere Anlage gebaut werden. Die Energiebauern GmbH aus Sielenbach treibt das Projekt voran. Klar, dass Geschäftsführer Sepp Bichler in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses mit den Vorteilen wie den Beitrag zur Energiewende wirbt. Sicherlich stehen aber auch "finanzielle Interessen" des Unternehmens dahinter, was CSU-Fraktionssprecher Andreas Wopperer erwähnt wissen wollte.

Bichler versprach den Stadträten, dass es nach dem Bau der PV-Freiflächenanlage keine Veräußerung an externe Investoren gebe ("alle Anlagen bauen und betreiben wir selbst) und ein langfristiger Betrieb (auch nach dem Auslaufen der EEG-Förderung) angestrebt werde. Die Freianlagen hätten es geschafft, die Photovoltaik in die Marktfähigkeit zu bringen. Der direkte Betrieb der Anlage sei emissionsfrei, erklärte der Eniergiebauern-Geschäftsführer. Mehr noch: Mit einer Leistung von vier Megawatt Peak (MWp) kompensiere die Anlage den CO2-Ausstoß von 233 Bürgern.

Prinzipiell äußerten sich alle Fraktionen positiv zu den Plänen des Unternehmens. Wopperer sprach von einem "interessanten Projekt", Marion Juniec-Möller (Die Grünen) von einem "tollen Beitrag für die dezentrale Energiewende" und Kurt Mieschala (UW) erklärte: "Wenn die Energiewende funktionieren soll, führt kein Weg an einer solchen Anlage vorbei."

Wopperer erklärte, trotzdem den Sachverhalt erstmal in der Fraktion besprechen zu wollen. Bei ihm sei ein Schreiben der Freihölser Bürger eingegangen sei. Es rege sich "Skepsis, um nicht zu sagen Ablehnung". Die Freihölser äußerten Bedenken, weil landwirtschaftliche Flächen verloren gehen würden und das Landschaftsbild beeinträchtigt werde. Bichler führte die Energieeffizienz ins Feld und stellte einen Vergleich an: "Mit Biogas brauche ich die 30-fache Fläche, um die gleiche Energie zu erzeugen." Oberbürgermeister Andreas Feller erklärte letztlich: "Wir sollten das Thema mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan in der nächsten Sitzung auf die Tagesordnung nehmen."

Beim "Sondergebiet Photovoltaik Oberweiherhaus" ist man schon einen Schritt weiter. Westlich von Oberweiherhaus plant ein privater Bauträger in der Nähe zur A 93 auf einer Fläche von etwa 1,5 Hektar PV-Module aufzustellen. Nördlich der betroffenen Fläche ist angrenzend an der Gemarkung Oder in der Gemeinde Steinberg am See ein weiterer 1,1 Hektar großer Solarpark geplant. Die Stadträte stimmten der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens und der Änderung des Flächennutzungsplans zu, billigten den Vorentwurf und leiteten die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange ein.

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