22.03.2020 - 13:19 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Randale beim Auszug

Die Richterin hätte den 48-Jährigen auch einsperren können. Denn schließlich stand der Mann unter Bewährung, weil er seine Ex-Lebenspartnerin schon einmal mit Schlägen traktiert hatte. Nun saß der Arbeiter wieder vor Gericht.

Mit einer Geldstrafe endete das Verfahren gegen einen 48-Jährigen. Er hatte seine Ex-Freundin beleidigt und Möbel beschädigt.
von Autor HWOProfil

Die Beziehung war zerbrochen. "Ich wollte nur noch meine Sachen aus der Wohnung holen", berichtete der 48-Jährige aus dem nördlichen Landkreis vor Gericht und fügte hinzu: "Es war ein Fehler. Ich gebe das zu." Was geschah, war dies: In der Wohnung seiner Ex-Freundin kam es zu Beleidigungen. Dann, so erzählte die 49-Jährige als Zeugin, habe der tobende Mann "den Tisch abgeräumt" und "einen Biedermeierstuhl durch das Zimmer geworfen".

Das Möbelstück ging zu Bruch. Es stammte zwar vom Sperrmüll, repräsentierte aber einen ideellen Wert von 300 Euro. Diese 300 Euro bekam die Frau während des Prozesses ausgehändigt. Zudem entschuldigte sich der Angeklagte. Für ihn ging es um einen längeren Haft-Aufenthalt. Denn einige Zeit vor dem Zwischenfall hatte er seine Ex-Partnerin mit Schlägen übel traktiert und eine Treppe hinabgestoßen.Dagegen war die Justiz mit neun Monaten zur Bewährung in einem Strafbefehl vorgegangen.

Konnte es nun noch einmal Bewährung geben? Staatsanwältin Vanessa Merl sprach sich für eine weitere Chance aus, verlangte allerdings eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu jeweils 60 Euro (9000 Euro). "100 Tagessätze werden der Sache auch gerecht", entgegnete Verteidiger Gunther Haberl. Richterin Jäger verhängte 120 Tagessätze zu je 50 Euro (6000 Euro). Einsperren, so sagte sie, müsse man den Mann nicht. Aber ein finanzieller Denkzettel sei unabdingbar, betonte sie abschließend.

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