Schwandorf
09.04.2024 - 13:40 Uhr

Randalierende Jugendgruppe soll in Schwandorf 15 Straftaten verübt haben

Ein beschädigtes Dienstfahrzeug des Ordnungsamtes, eingetretene Lichtkuppeln, drei Mal ein vorgetäuschter Einbruchsalarm: Rund 15 Straftaten werden einer randalierenden Jugendgruppe zur Last gelegt.

Mehrere Sachbeschädigungen und drei vorgetäuschte Einbruchsalarme werden eine randalierenden Jugendgruppe vorgeworfen. Die Ermittlungen der Polizei führt zum Tatverdacht in 15 Fällen. Symbolbild: ath
Mehrere Sachbeschädigungen und drei vorgetäuschte Einbruchsalarme werden eine randalierenden Jugendgruppe vorgeworfen. Die Ermittlungen der Polizei führt zum Tatverdacht in 15 Fällen.

Seit Mitte Januar beschäftigt die Polizeiinspektion Schwandorf eine Jugendgruppe wegen mehrerer Straftaten und Störungen der öffentlichen Sicherung und Ordnung. Nun gibt es einen Ermittlungserfolg.

Zentrale Figur dieser Gruppe ist dabei eine arbeitslose 21-Jährige, die der Polizei als Drogenkonsumentin bekannt ist. "Ausgangspunkt für die Ermittlungen von Verdächtigen war der Wurf einer Warnbake in den Innenhof der Schwandorfer Polizei am Abend des 16. Februar", teilt die Polizei mit. Dabei sei ein Privatfahrzeug eines Polizeibeamten ramponiert worden: Schaden rund 3500 Euro. Im Zuge dieser Tat hätten Polizeibeamte zu Fuß die Verfolgung aufgenommen und die 21-Jährige sowie einen 20-jährigen Begleiter aus Niederbayern gestellt.

In der Folge übernahm der Ermittlungsdienst der PI Schwandorf die weitere Bearbeitung. Durch Kontrollen im öffentlichen Raum wurden gewisse Gruppenzusammenhänge bekannt. "Die intensiven Ermittlungen, insbesondere die Vernehmung mehrerer Personen, führte nun zum Tatverdacht bei rund 15 Straftaten", heißt es im Bericht der Polizei weiter. Der 21-Jährigen und einem 20-jährigen Produktionshelfer aus Schwandorf wird das Vortäuschen einer Straftat angelastet: Dreimal sollen sie einen Einbruchsalarm beim Rewe-Markt in Schwandorf verursacht zu haben, um Polizeieinsätze auszulösen und diese "Show" zu beobachten. Als Schwerpunkt der Taten nennt die PI Schwandorf allerdings Sachbeschädigungen.

Zu dem Wurf einer Warnbake in den Innenhof der Polizeiinspektion komme der gewaltsame Diebstahl dieser Warnbake aus einem Privatgrundstück hinzu, wodurch dort ein Schaden in Höhe von rund 100 Euro entstanden sei. Das ist noch lange nicht alles: Die Polizeiinspektion Schwandorf listet die Beschädigung des Dienstfahrzeuges des Ordnungsamtes ( 5400 Euro), des Tors der Tiefgarage der Stadt Schwandorf (4500 Euro) und die Zerstörung einer Baustelleneinrichtung – eine Nissenleuchte wurde in die Naab geworfen – auf. Bei letzterem Vorfall sei zudem ein Zeuge der Tat beleidigt worden. Hinzu kämen noch eingetretene Lichtkuppeln der WC-Anlage im Stadtpark und ein beschädigter Türbeschlags der Toilettenanlage (3000 Euro).

Außerdem wird dem Trio, das bei den Taten laut Polizei in wechselnder Besetzung vorgegangen sei, vorgeworfen, "mit der Falschmitteilung einer angeblichen Körperverletzung in der Innenstadt von Schwandorf und des gleichzeitigen Versperrens der Ausfahrt der Inspektion mit einer Warnbake und einem Absperrband Polizeibeamte genötigt und auch hier eine Straftat vorgetäuscht zu haben". Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Beleidigung wird ermittelt, "weil die 21-Jährige Anfang Februar vor das Auto des Ordnungsamtes sprang. Die beiden Begleiter waren hier nur Schaulustige". Gegen die Frau hat die Polizei zuletzt, unabhängig von den vorgenannten Straftaten, zudem Ermittlungen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geführt.

 
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