04.02.2019 - 11:05 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Reise mit Kontrasten

Eine Wohnmobil-Tour durch Zentralasien steht im Mittelpunkt eines Vortrags. Die Reise verläuft spannend.

Berit Hüttinger und Andreas "Heppo" Heimberger mit Hund "Sidi": Im Oberpfälzer Künstlerhaus berichteten sie über ihre Abenteuerreise nach Zentralasien.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Wohnung kündigen, alles hinter sich lassen und losfahren - Berit Hüttinger aus Kallmünz hat sich einen Lebenstraum erfüllt. Mit ihrem Mann Andreas "Heppo" Heimberger, ihrem gemeinsamen Freund Matthias und Hund "Sidi" machte sich die 42-jährige Diplom-Designerin aus Kallmünz 2014 in einem 50 Jahre alten Wohnmobil auf den Weg nach Zentralasien.

"Vor 20 Jahren habe ich hier im Künstlerhaus ein Praktikum gemacht, und jetzt stehe ich wieder hier und bin ganz schön aufgeregt". Mit diesen Worten leitete Berit Hüttinger am Donnerstag ihren Vortrag "Von der Adria bis zum Altai-Gebirge" ein. Im Mittelpunkt steht ein vom THW ausrangiertes, zum Wohnmobil umgebautes Fahrzeug, dem die Besitzerin den ulkigen Spitznamen "Frau Scherer" gegeben hat.

Geplant war eine Reisedauer von einem Jahr, am Ende sind es 13 Monate geworden. 40 000 Kilometer durch 25 Länder mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Die Abenteurer brachten eindrucksvolle Bilder aus Armenien, Aserbeidschan, Usbekistan, Turkmenistan, Albanien und dem Iran mit nach Hause. Die Reisenden mussten an den Grenzen Schikanen über sich ergehen lassen, erlebten Pleiten, Pech und Pannen und genossen die Gastfreundschaft der Einheimischen.

Trotz guter Pflege machte die betagte "Frau Scherer" immer wieder schlapp. Die Reparaturen des "Rundhaubers" ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch "Road-Trip mit Frau Scherer", das die Autorin bei ihrem Vortrag im Künstlerhaus vorstellte. Auf 270 Seiten beschreibt Berit Hüttinger die Strapazen bei Wind und Wetter, Kälte und Hitze, erinnert aber auch die schönen Momente in herrlicher Landschaft und unter freundlichen Einheimischen.

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