Die Autofahrer staunten nicht schlecht, als sie am Sonntagfrüh ihre Fahrzeuge sahen. Woher, so fragten sie sich, stammt die Schmutzschicht, die sich über Nacht flächendeckend über weite Teile des Landes legte?
Der Deutsche Wetterdienst erklärt das Phänomen so. Am Mittwoch vergangener Woche wirbelte ein Sturm über Algerien Wüstensand auf. In 4000 Meter Höhe trieb ihn eine Südströmung nach Europa. In der Nacht zum Sonntag regnete der Sahara-Staub dann ab und legte sich als Schmutzfilm über metallische Gegenstände. Während in der Nordhälfte Deutschlands starke Schneefälle und Eisregen die Wetterlage beherrschten, färbte sich der Himmel über Bayern am Samstagabend gelb. Die Folgen zeigten sich am nächsten Morgen.
Weiterer „Staubregen“ ist übrigens nicht zu erwarten. Die Strömung aus der Sahara habe sich abgeschwächt, so die amtliche Mitteilung, der aufgewirbelte Sand sei vollständig abgeregnet. Gesundheitsschädlich sei der Staub nicht, wie ein Mitarbeiter des Wetterdienstes versicherte. Dafür aber lästig. Bei den Autos genügt eine Fahrt zur Waschanlage, ansonsten helfen nur Putzeimer und Lappen.














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