15.02.2019 - 15:24 Uhr
SchwandorfOberpfalz

"Schaufenster der Region"

Die Bildungsmesse geht mittlerweile in die 17. Runde. Von Verschleißerscheinungen gibt es keine Spur. Im Gegenteil: Die Veranstaltung gewinnt immer mehr an Bedeutung und Interesse.

Die Veranstalter laden am Sonntag zur Bildungsmesse in die Stadthalle Maxhütte-Haidhof ein. Dort werden sich über 80 Firmen präsentieren.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeisterin Susanne Plank werden am Sonntag um 11 Uhr im Foyer der Stadthalle Maxhütte-Haidhof die 17. Bildungsmesse eröffnen und sich bei einem Rundgang über das Angebot der über 80 Aussteller informieren. "Das ist neuer Teilnehmerrekord", betonte die Geschäftsführerin der "Lernenden Region", Charlotte Pelka, bei der Programmvorstellung am Donnerstag im Fortbildungszentrum Charlottenhof. Sie musste 15 weitere Bewerber aus Platzgründen auf die Warteliste setzen. Die Aussteller bauen ihre Stände in der Halle, im Foyer und auf der Galerie auf. Die Bandbreite reicht vom gewerblichen bis zum kaufmännischen Bereich und von der Dienstleistung bis zum dualen Studium.

Bis 16 Uhr haben die Besucher Gelegenheit, Kontakt mit den Firmenvertretern aufzunehmen. Den Sonntag nutzen erfahrungsgemäß die Eltern mit ihren Kindern, die vor dem Schulabschluss stehen. Aber auch "Ein-, Um- und Aufsteiger" finden bei der Bildungsmesse eine breite Plattform der schulischen und beruflichen Ausbildung. Am Montag erwartet Charlotte Pelka über 800 Schüler aus dem gesamten Landkreis Schwandorf, die sich im Unterricht auf den Besuch vorbereitet und persönliche Bewerbungsflyer erstellt haben.

Die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt zwingt die Betriebe, sich im Wettbewerb um die besten Köpfe noch mehr anzustrengen. Musste die "Lernende Region", von Beginn an Ausrichter der Messe, früher kräftig die Werbetrommel rühren, um die Halle voll zu bekommen, so stehen die Bewerber seit einigen Jahren Schlange. Zum ersten Mal beteiligt sich das "BayernLab" aus Nabburg an der Bildungsmesse. Sie bildet eine Plattform für digitale Themen und lädt die Besucher zu einem virtuellen Rundgang durch die Messe ein.

"Gute Bildung wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger", ist stellvertretender Landrat Joachim Hanisch überzeugt. Weil lebenslanges Lernen auch für ältere Menschen gelte, werde die Messe zunehmend auch von Senioren besucht, stellt der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Maxhütte-Haidhof, Franz Brunner, fest. "Die Schüler kommen gut vorbereitet", versichert Michael Wölfel vom Staatlichen Schulamt. Seit 2014 bestehe die Möglichkeit des Speed-Datings. Die Schüler entwerfen für sich ein Profil und stellen sich damit bei den Firmen vor. Der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Manuel Lischka, nennt die Bildungsmesse "ein Schaufenster der Region". In Maxhütte-Haidhof sei das "Who is Who" der einheimischen Wirtschaft vertreten.

Berufsschulleiter Ralf Bormann ist seit 17 Jahren dabei und sieht in der Ausstellung eine wichtige Plattform für gegenseitiges Kennenlernen. Gut ausgebildete Arbeitskräfte seien heute mehr denn je gefragt. Mit der Digitalisierung kämen auf Betriebe und Arbeitnehmer neue Herausforderungen zu, so der Oberstudiendirektor. Die Ausgangssituation habe sich gewandelt, stellt das Vorstandsmitglied der Sparkasse, Peter Wild, fest. Aus dem Wettstreit der Schulabsolventen um die besten Ausbildungsplätze sei ein Wettbewerb der Unternehmen "um die besten Köpfe" geworden.

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