Schwandorf
29.10.2018 - 12:18 Uhr

Schleppjagd bei Schwandorf: Mit "Horrido" über Hindernisse

Die Fährte wird mit Salzlake gelegt, kein Wild lockt als Beute. Schleppjagden sind heute rein sportliche Herausforderungen für Ross und Reiter. Wie in Büchelkühn, wo am Wochenende sogar eine Olympiateilnehmerin als "Master" voranritt.

Nicht alle Teilnehmer an der Schleppjagd meisterten die Hindernisse so gut wie diese Reiterin. Es gab sechs Stürze. Bild: Hirsch
Nicht alle Teilnehmer an der Schleppjagd meisterten die Hindernisse so gut wie diese Reiterin. Es gab sechs Stürze.

Mit einem dreifachen "Horrido" eröffneten die Mitglieder des "Schleppjagdvereins Bayern e.V." die Jagd der "Pferdefreunde im Landkreis". Mit dem traditionellen Gruß beendeten sie auch die 31. Auflage am Samstag auf dem Reitplatz in Büchelkühn. 48 Teilnehmer galoppierten die 20 Kilometer lange Strecke entlang der Naab und nahmen dabei 22 Hindernisse.

Nach dem Frühstück versammelten sich Reiter und Pferde auf dem Turnierplatz in Büchelkühn. Einen musikalischen Gruß entboten die Jagdhornbläser des Jägervereins St. Hubertus Schwandorf unter der Leitung von Hornmeister Wolfgang Prebeck.

Zweiter Vorsitzender Michael Rester begrüßte die Teilnehmer und dankte den Landwirten für die Überlassung der Felder und Wiesen. Mit den Klängen der Jagdhörner "Auf, auf zum fröhlichen Jagen" und einen dreifachen "Horrido" machten sich die Reiter bei idealem Wetter auf den Weg, angeführt von Wolfgang Hirzinger, der mit einer Salzlake die Fährte für die 30 Foxhounds des "Schleppjagdvereins Bayern" legte.

Ihm folgte Master Dr. Annette Wyrwoll, die Olympiateilnehmerin von Sydney (2000) in der Vielseitigkeit. Die Tierärztin aus Duggendorf ist Mitglied bei der Pferdefreunden. Die Piköre waren Carmen Edenharter und Christina Kösling. Das Nichtspringerfeld führten Daniel Reger und Friederike Beisenherz an. Das Paar der Schlusspiköre bildeten Thomas Islinger und Edith von Stetten-Schmid. Zahlreiche Zuschauer begleiteten die Jagd in einer Fahrzeugkolonne. Die Jagdhornbläser positionierten sich und ließen ihre Hörner erklingen. Nach drei Stunden bliesen sie zum Halali. Die Foxhounds bekamen als Belohnung ein "Curee" aus Rinderpansen. Die Reiter dagegen ließen sich den Jagdbraten schmecken.

Dazu lud der Verein auch die Landwirte ein, die ihre Felder für die Jagd freigegeben hatten. Obwohl ideale Bedingungen herrschten, gab es sechs Stürze. Einen Teilnehmer mussten die Sanitäter verletzt ins Krankenhaus bringen.

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