20.09.2020 - 11:06 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schritt in Richtung Sportverein-Fusion

Die Stadt Schwandorf erwirbt das Sportgelände an der Naab. Sie schafft damit die Voraussetzung für eine Fusion des FC Schwandorf mit dem SC Ettmannsdorf.

Die Stadt Schwandorf ist nun Eigentümerin des FC-Sportgeländes an der Naab. Sie bekam in einem Bieterverfahren den Zuschlag.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die bisherige Eigentümerin, die Vermögensgesellschaft der Deutschen Bundesbahn, bot das 43 000 Quadratmeter große Sportplatz-Areal für einen Preis von 500 000 Euro an. Im Bieterverfahren erhielt die Stadt den Zuschlag.

"Wir wollten das Gelände keinem Investor überlassen, der es am Ende brach liegen lässt", erklärt Oberbürgermeister Andreas Feller das Engagement der Stadt. Vielmehr sollen die Plätze weiterhin sportlich genutzt werden und vor allem der Jugendförderung dienen. Dies war auch die einhellige Meinung der Stadträte, die in nichtöffentlicher Sitzung für einen Kauf plädierten. FC-Vorsitzender Reinhard Mieschala ist erleichtert und froh, dass die Stadt in die Bresche gesprungen ist, denn: "Der Verein hätte den Kaufpreis nie erbringen können".

Damit ist der Weg für einen Zusammenschluss der beiden Nachbarvereine frei. Als nächsten Schritt wird ein achtköpfiges Gremium einen neuen Verein gründen. Man habe sich auch schon auf einen Namen geeinigt, versichert Reinhard Mieschala. Ihn möchte er den Mitgliedern aber erst bei einer außerordentlichen Versammlung verraten. Den gleichen Weg beschreitet auf der anderen Seite der SC Ettmannsdorf. Die Mitglieder werden jeweils zunächst die Auflösung und dann die Verschmelzung ihrer Vereine beschließen. Das Ganze soll noch heuer über die Bühne gehen, wie Reinhard Mieschala versichert. Der Vorstand des neu gegründeten Vereins wird dann mit der Stadt Schwandorf einen Pachtvertrag aushandeln.

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Schwandorf

Zur Erinnerung: Der Stadtverband für Sport engagierte einen externen Mediator, der den beiden Vereinen den Weg in eine Fusion aufzeigte. In zwei getrennten Mitgliederversammlungen holten sich die Verantwortlichen das Mandat für die Verhandlungen. Voraussetzung für einen Zusammenschluss war der Erwerb des Sportgeländes. Diese Hürde ist nun geschafft. Ursprünglich wollte der FC Schwandorf das Gelände kaufen, für das er zuletzt 6000 Euro im Jahr an Pacht bezahlte. Die Verbindlichkeiten sollten in den neuen Verein mit eingebracht werden. Die Preisvorstellungen der Bahn machten diesen Plan jedoch zunichte. Nun ist die Stadt Schwandorf Eigentümerin des Geländes, das sich in einem Hochwasserschutzgebiet befindet und damit einer eingeschränkten Nutzung unterliegt.

Zusammen mit dem angrenzenden Gelände des SC Ettmannsdorf entsteht ein Sportzentrum, das vor allem den Fußballern beste Voraussetzungen bietet. FC-Vorsitzender Reinhard Mieschala geht davon aus, dass der neue Verein rund 1400 Mitglieder haben und damit zum größten Spartenverein der Stadt aufsteigen werde.

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