07.02.2020 - 13:42 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schüler mit sozialem Engagement

Die Lernende Region Schwandorf unterstützt seit gut einem Jahr Schulen bei der neuen Lehr- und Lernform "Lernen durch Engagement". Sie verbindet schulisches Wissen mit gesellschaftlichem Engagement - mit Erfolg.

Schüler einer Berufsintegrationsklasse unterstützten Kinder mit Behinderung.
von Externer BeitragProfil

Bei "Lernen durch Engagement" der gleichnamigen Stiftung setzen sich Schüler bei Projekten für das Gemeinwohl ein - im sozialen, ökologischen, kulturellen oder politischen Bereich. Sie entwickeln dadurch ein Gespür für gesellschaftliche Herausforderungen und deren Lösungen. "Sie erwerben demokratische Handlungskompetenz und stärken ihr Selbstbewusstsein", heißt es in einer Mitteilung aus dem Landratsamt. Lernstoff, der in die Praxis umgesetzt wird, bleibe lange im Gedächtnis haften und werde komplexer verstanden. Das sei umso wichtiger, wenn man sich neben einer neuen Sprache auch einen neuen Kulturkreis erschließen müsse. In Kooperation mit der Lernenden Region entschieden sich deshalb die Lehrkräfte Patricia Broser und Sabine Kick vom Beruflichen Schulzentrum Oskar von Miller in Schwandorf und Christina Emmrich vom Kolpingbildungswerk für ein "Lernen durch Engagement"-Projekt.

Sie unterrichten junge Geflüchtete einer Berufsintegrationsklasse aus verschiedenen Nationen. Die Jugendlichen lernen hier nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch erste berufliche Orientierungen und die Grundzüge der gesellschaftlichen Strukturen in Deutschland. Um dies in der Praxis mit sozialem Engagement zu verbinden, wurden Kontakte mit dem Heilpädagogischen Zentrum in Irchenrieth geknüpft und drei Projekttage mit Schülern mit Behinderungen der Jahrgangsstufen eins und vier gestaltet. Die Abschlussveranstaltung war in Irchenrieth.

Während der Projekttage gab es zunächst Vorgespräche und ein Kennenlernen zwischen den Jugendlichen und den Kindern. Anschließend wurden verschiedene Gruppen organisiert: In der Sportgruppe unterstützten die Berufsschüler die Kinder nach ihren Möglichkeiten beim Eierlauf oder beim Bänderschwingen. In der Bewegungsgruppe waren Begeisterung und Motivation gefordert, um ein Kinderlied aus Eritrea samt Tanz aufzuführen. Und bei der Kochgruppe wurde unter Anleitung syrisches Fladenbrot gebacken und Obstsalat zubereitet. Die Kinder hatten sichtlich Freude mit ihren Gästen und zeigten keinerlei Scheu im Umgang mit den jungen Geflüchteten. Die wiederum erlebten, was sie mit ihren Talenten vor Ort bewirken konnten und sammelten ganz nebenbei viele neue Eindrücke und Erfahrungen. Eine Fortsetzung wurde von beiden Seiten gewünscht und ist auch im Sinne einer dauerhaften Verankerung von "Lernen durch Engagement".

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