04.04.2019 - 14:49 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schülerschwund bereitet Sorgen

Warum sollen Eltern ihre Kinder auf das Gymnasium schicken? Oberstudiendirektor Johannes Werner nennt beim Tag der offenen Tür "gute Gründe" dafür.

Während sich die Eltern über das Übertrittsverfahren informierten, überbrückten die Kinder die Zeit in der Turnhalle des CFG-Gymnasiums.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Beim Tag der offenen Tür warb der Schulleiter für einen Übertritt an das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium. Er machte den Eltern deutlich, dass sich das Gymnasium von der Paukerschule alter Prägung weg bewege hin zur Individualisierung und Förderung von "kognitiver Kompetenz".

Der ehemalige Seminarleiter für Deutsch und Geschichte in Regensburg kam vor zwei Jahren nach Schwandorf und fand am CFG-Gymnasium, wie er selbst sagt, "eine heile Welt und willige Schüler vor, die sich begeistern lassen". Was ihm Sorge bereitet, ist die rückläufige Schülerzahl, die mittlerweile einen Tiefstand von 640 Kindern und Jugendlichen erreicht habe. Der Schulleiter schielt vor allem auf die benachbarte Mädchenrealschule, die zu einer ernsthaften Konkurrenz geworden sei. Viele dieser Schülerinnen hätten das Zeug für das Gymnasium, ist Johannes Werner überzeugt und bedauert: "Hier geht viel Potenzial verloren."

Das CFG-Gymnasium sei auf die Digitalisierung vorbereitet und werde in Kürze ein flächendeckendes W-Lan bekommen. Im Unterricht sollten die Schüler lieber mit schuleigener Hard- und Software als mit privaten Geräten arbeiten, so der Schulleiter. Er stellte den Eltern das Konzept der "offenen Ganztagesschule" mit Mittagsverpflegung in der Mensa und Nachmittagsbetreuung vor.

Die Bigband der Schule hieß die Eltern mit ihren Kindern in der Aula musikalisch willkommen. Schulleiter Johannes Werner lud sie anschließend zu einer Führung durch das Haus ein und empfahl ihnen als "besondere Highlights" die Schnupperstunde in Englisch, die "Magie in der Chemie" und den Abenteuerparcours in der Sporthalle. Während der Chef die Eltern im Theaterraum versammelte und über die Modalitäten des Übertritts, das Angebot der offenen Ganztagesschule, die individuelle Förderung und das Lerntutorium informierte, nahmen Tutoren der Schule die Neulinge mit auf eine Schnuppertour durch die Technikräume und die Klassenzimmer, in denen sich Fachschaften präsentierten. "Leben in Vielfalt" hieß das Motto einer Ausstellung "Geschichte/Sozialkunde". Und die Fünftklässlerin Aya zeigte den Gästen "Zaubertricks aus dem Ethikunterricht".

An den Messeständen gab es Informationen zu den angebotenen Fremdsprachen Englisch, Französisch, Latein und Italienisch, zu den Mint-Fächern, zu den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, zu den Schüleraustausch- und Schulfahrtenprogrammen sowie den musisch-künstlerischen Fächern.

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