26.05.2019 - 22:44 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schwandorf: AfD zweite Kraft

Auch wenn die AfD gegenüber der Landtagswahl 2018 3,4 Prozentpunkte verloren hat: Die Partei ist zweitstärkste Kraft im Landkreis Schwandorf.

Die Europawahl-Ergebnisse aus dem Landkreis Schwandorf.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die AfD hat bei den Europawahlen am Sonntag mit einem Anteil von 11,7 Prozent als zweitstärkste Kraft abgeschnitten. Mit Zugewinnen von 4,3 Prozentpunkten gewann die europakritische Rechtsaußen-Partei genau so viel dazu wie die Grünen. Im Landkreis schneidet die Partei damit besser ab, als es die Hochrechnungen für ganz Deutschland am Sonntagabend ausweisen. Ein Statement des Kreisvorsitzenden für Schwandorf und Cham, Wolfgang Pöschl, war trotz mehrerer Anrufversuche nicht zu bekommen. Gegenüber der Landtagswahl hat die AfD 3,4 Prozentpunkte verloren.

Die Linke musste gegenüber der Landtagswahl ebenfalls Verluste hinnehmen, mit 1,9 Prozent spielt sie im Landkreis kaum eine Rolle. "Auch deutschlandweit ist das ein enttäuschendes Ergebnis", sagte die Kreisvorsitzende Eva Kappl. Ihrer Meinung nach hat die Linke es im Wahlkampf versäumt, sich deutlich Pro oder Contra Europa zu positionieren. "Unsere Kampagne war nicht gut" sagte Kappl. Gegenüber der Europawahl 2014 blieb das Ergebnis der Linken unverändert.

Die FDP gehört im Landkreis ebenfalls zu den kleinen Parteien. Sie legte um knapp einen Prozentpunkt auf 2,0 Prozent zu. Bei der Landtagswahl hatten die Freien Demokraten noch 2,76 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können. Bei der Europawahl 2009 hatte die FDP sogar 5,54 Prozent der Stimmen geholt.

"Die Partei" von Martin Sonneborn dürfte laut Hochrechnungen zwei Sitze im Europäischen Parlament erreichen. Im Landkreis kam sie auf 1,3 Prozent der Stimmen. Die Tierschutzpartei kam auf 1,1 Prozent der Stimmen, bundesweit dürfte sie auch einen Sitz erringen. Die Piraten sind mit 0,4 Prozent der Stimmen beinahe völlig in der Versenkung verschwunden. Unter den 40 angetretenen Parteien ging im Landkreis Schwandorf nur eine leer aus: Die Sozialistische Gleichheitspartei (SGP) erhielt nicht eine Stimme.

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