02.05.2019 - 14:23 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schwandorf: Fast 400 neue Wohnungen

72 Wohnungen in zwölf Häusern, und das ist erst der Anfang: Die "Bauherrendienstleister" planen eine Wohnanlage an der Libourne-Allee. Aber nicht nur dort.

An der Libourne-Allee (im Vordergrund) sollen zwölf Sechsfamilienhäuser entstehen. Der Planungsausschuss gab grünes Licht. Links ist die Bebauung der Hochrainstraße zu sehen, rechts unten der Anschluss der Otto-Hahn-Straße. Für das nun überplante Grundstück lag auch schon eine Anfrage für einen Supermarkt vor.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Das Grundstück zwischen Autohaus Maschek und der Wohnbebauung an der Hochrainstraße hatte vor Jahren schon bei einem Supermarkt Begehrlichkeiten geweckt. Am Dienstag lag dem Plannungs- und Umweltausschuss ein Antrag vor, der den Mietwohnungsmarkt in der Stadt in Schwung bringen dürfte. Der Schwandorfer Matthias Simmel und Christian Busch (Lintach) stehen hinter der Entwicklungsgesellschaft, die die Wohnanlage bauen will. Die Hälfte der Wohnungen soll nach den Richtlinien der Einkommensorientierten Förderung (EOF) vermietet werden.

Für das Gebiet soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt werden. Das billigte der Ausschuss einhellig. "Wir begrüßen das ausdrücklich", sagte Andreas Wopperer (CSU) und traf damit die Meinung aller Sprecher. In der Stadt bestehe Bedarf an gutem und auch günstigem Wohnraum. Wopperer fügte hinzu, dass damit auch mögliche Lärm-Probleme erledigt seien, das sich für die Nachbarn an der Hochrainstraße durch ein Gewerbe ergeben hätte. "Wir hoffen, dass die Maßnahme ganz schnell umgesetzt wird". SPD-Sprecher Manfred Schüller nannte es ideal, wenn Grundstücke im städtischen Innenbereich für Wohnzwecke aktiviert würden. Er verwies auf die EOF-Regelungen, wonach eine Familie mit zwei Kindern bis zu einem Brutto-Einkommen von etwa 65000 Euro im Jahr Anspruch auf eine Wohnung habe. "Klassische" Sozialwohnungen, wie sie die SPD fordert, seien das nicht.

Mit Fernwärme

Marion Juniec-Möller (Grüne/AuGe) regte an, für die Gebäude auch Solaranlagen vorzusehen. Kurt Mieschala (UW) regte an, die Straße in das Grundstück an die Kreuzung an der Otto-Hahn-Straße anzubinden. Das werde geprüft, sagte Baudirektor Reinhard Schade. Auch Lärmschutz und weitere Details sind im Zuge des Verfahrens zu klären, das nach der einhelligen Zustimmung des Ausschusses nun beginnen kann.

Die Drei- oder Vier-Zimmer-Wohnungen werden zwischen 75 und 95 Quadratmeter groß, erläuterte Matthias Simmel gegenüber den Oberpfalz-Medien. Die Quadratmeterpreise werden demnach in den geförderten Wohnungen bei 5,90, sonst bei 7,50 Euro liegen. Geheizt wird mit Fernwärme, die Häuser sollen den KfW-55-Standard erfüllen, hochwertige Ausstattung inklusive.

"Wir reden hier von etwa 15 Millionen Euro", sagte Simmel zu den Kosten der zwölf Häuser. Die Durchmischung von gefördertem und nicht gefördertem Wohnraum sieht Simmel als ideal an, die Bindung an die EOF mit 25 Jahren sorge auch für die Mieter für Sicherheit. Die Wohnungen und Häuser sollen nicht verkauft werden, so Simmel. Sein Unternehmen setze auf langfristige Vermietung. An der Bleistädter Straße hat das Unternehmen bereits Häuser errichtet. Der Wunsch nach schneller Umsetzung, wie er im Ausschuss fiel, kommt Simmel entgegen. Der Spatenstich für die Erschließung soll nach seinen Aussagen noch in diesem Sommer stattfinden.

300 weitere Wohnungen

Die "Bauherrendienstleister" haben bereits weitere Grundstücke für bis zu 300 zusätzliche Mietwohnungen im Auge. In Kronstetten etwa nahe der Wackersdorfer Straße, auch in der Fortführung der Libourne-Allee Richtung Dachelhofer Straße.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.