Die dekorativen Platanen über dem gläsernen Tanzboden sorgten für ein behagliches Ambiente und steigerten die Aufenthaltsqualität auf dem Schwandorfer Pfleghofgelände. Wer sich dort am Freitag zur „Langen Nacht der Demokratie“ niederließ, fühlte sich in dieser Umgebung auf Anhieb wohl. Mitglieder des „Bündnisses gegen Rechtsextremismus“ bewirteten die Gäste an der Getränkebar. Sie trugen alle einheitliche T-Shirts mit der Aufschrift „Schwandorf ist bunt“. Der DJ des Jugendtreffs lockte die Besucher mit Pop- und Hip-Hop-Musik auf die gläserne Tanzfläche, die der Kreisjugendring mit einem Demokratie-Bogen und einer Foto-Box dekoriert hatte.
„Wir wollen ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt setzen“, nannte VHS-Geschäftsführer Andre Meidenbauer die Intention. Und die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings, Susanne Ernst, nutzte die Gelegenheit, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und für demokratische Werte einzutreten.
Das Kulturamt, die Volkshochschule und die Stadtbücherei hatten ein Programm für diesen bayernweit zum fünften Mal stattfindenden Themenabend ausgearbeitet. Die Stadt Schwandorf beteiligte sich in diesem Jahr erstmals daran. Das Tourismusbüro bot eine Stadtführung mit dem Thema „Starke Frauen in Schwandorf“ an. Die Autorin Juliane Breinl las aus ihrem Buch „Mein Mauerfall“ und erzählte, wie sie „die Wende“ in ihrer Familie erlebte. Sie kam zu der Erkenntnis, „dass es vieler mutiger Menschen bedurfte, die die Mauer zum Einsturz brachten“. Die Idee eines „grenzenlosen Europas“ gelte es zu verteidigen. Auf „80 Jahre bayerische Verfassung“ blickte der Jurist Franz Schindler in seinem Vortrag „Angesichts des Trümmerfeldes“ zurück.
Die „Lange Nacht der Demokratie“ ist ein Projekt des Wertebündnisses Bayern, in dem Organisationen, Vereine, Verbände und Stiftungen zusammenarbeiten. Das Fundament bilden das Grundgesetz und die Bayerische Verfassung.













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