Schwandorf
27.05.2026 - 11:33 Uhr
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Schwandorfer Transport und Erdbau GmbH feiert Jubiläum: Anfänge reichen ins 19. Jahrhundert zurück

Was einst mit einem Ochsengespann begann, hat sich zu einem modernen Dienstagleistungsunternehmen entwickelt. Die „Schwandorfer Transport und Erdbau GmbH“ der Familie Beer feierte am Wochenende Jubiläum.

Der Betrieb existiert unter dem Namen „Schwandorfer Transport und Erdbau GmbH“ zwar erst seit 20 Jahren, doch die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1880 zurück. Damals spannte ein in der „Breite Straße“ in Schwandorf wohnender Fuhrwerker seine Ochsen ein und begann mit dem Transport von Gütern. Es war der Urgroßvater des später erfolgreichen Fuhrunternehmers Christian Stöckl. Dessen Großvater wiederum war bereits mit Pferdefuhrwerken unterwegs, bis sich in den 1920er Jahren dann der Umstieg auf Bulldog und Lkw lohnte. 1969 übernahm Christian Stöckl die Firma und baute das Fuhrunternehmen weiter aus.

Bis ins Jahr 1884 reichen auch die Anfänge der Spedition Schaumberger zurück. Beide Unternehmen, Schaumberger und Stöckl, schlossen sich 1990 zusammen und spezialisierten sich auf Gütertransporte und Umzüge. Gleichzeitig trat Josef Beer als Gesellschafter und Geschäftsführer in die Firma ein. Der gelernte Landmaschinenmechaniker hatte sich bei der Bundeswehr zum Kfz-Meister ausbilden lassen und über den zweiten Bildungsweg das Diplom als Betriebswirt erlangt. Andreas Schaumberger und Josef Beer kannten sich schon lange zuvor persönlich und wurden nun auch Geschäftspartner. Gleichzeitig stieg Christian Stöckl aus dem Unternehmen aus.

Der neue Betrieb basierte fortan auf drei Standbeinen: Spedition, Umzüge und Erdbau. Im Jahre 2004 schied auch Andreas Schaumberger aus. Geschäftsführer Josef Beer führte das Unternehmen als „Schwandorfer Transport und Erdbau GmbH“ alleine weiter und zog von der Industriestraße auf das Bayernwerksgelände. Die Firma E.ON hatte die frühere Lehrwerkstätte zum Verkauf angeboten.

Mit acht Fahrzeugen ist der Familienbetrieb vor 20 Jahren gestartet. Heute ist der Fuhrpark auf 28 Lastwagen mit Kipper- und Kranvorrichtungen angewachsen. Damit kann das Unternehmen die gesamte Palette an Transport- und Erdbaudienstleistungen anbieten. Vom Sand- für den Spielplatz bis zum Schottertransport für den Wegebau. „Wir leisten die vorbereitenden Arbeiten für die Hoch- und Tiefbaufirmen“, erklärt Geschäftsführer Josef Beer. Er beschäftigt 38 fest angestellte Mitarbeiter und 15 Aushilfskräfte. Darunter zwei „Aktivrentner“, die sich einen Lkw „teilen“. Die blauen Fahrzeuge mit dem gelben Streifen sind in der ganzen Oberpfalz unterwegs. Derzeit plant die Firmenleitung den Einstieg in die E-Mobilität, zumindest auf den Kurzstrecken.

Noch sind Josef Beer und seine Frau Birgit alleinige Geschäftsführer der GmbH. Ihre Kinder Tobias, Sebastian und Susanne sind aber bereits eingebunden und sollen ab dem kommenden Jahr Teil der Geschäftsleitung werden. Am Samstag feierte die Familie gemeinsam mit den Mitarbeitern und den Geschäftspartnern in der Kantine des Tierzuchtzentrums das 20-jährige Bestehen der „Schwandorfer Transport und Erdbau GmbH“. Dazu überbrachte Oberbürgermeister Andreas Feller die Glückwünsche der Stadt und betonte: „Es ist das einzige Unternehmen, das Schwandorf im Firmennamen trägt“.

Josef Beer wünscht sich eine Lockerung der amtlichen Vorschriften, „denn wir ächzen unter der Bürokratie“. Kein anderer Beruf stehe unter einer derartigen Kontrolle wie der des Berufskraftfahrers. Auch die Unternehmen seien ständigen Kontrollen durch das Gewerbeaufsichtsamt, den Zoll, die Sozial- und Rentenversicherung, das Gesundheitsamt und die Finanzbehörden ausgesetzt. Von wirtschaftlichen Problemen der Baubranche bekommt das Schwandorfer Transportunternehmen noch nichts zu spüren. „Unsere Auftragsbücher sind voll“, versichert Josef Beer. Bei der Jubiläumsfeier ehrte er langjährige Mitarbeiter. Im Mittelpunkt stand dabei Hans Süß, der „unter der blau-gelben Flotte bereits seit 49 Jahren dient“.

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