Schwandorf
12.10.2018 - 15:27 Uhr

Sinkende Erlöse bei der Zuchtvieh-Versteigerung

Die Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz ist geprägt von einem großen Angebot an weiblichen Zuchtkälbern. Bei den weiblichen Großtieren ist die Zahl der aufgetriebenen Tiere diesmal zu knapp.

Bei den Zuchtbullen wurden einer Mitteilung des Rinderzuchtverbands Oberpfalz diesmal 13 hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. An die Spitze stellte die Körkommission einen gut typisierten "Monumental"-Sohn. Dieser Bulle wurde zum Prüfeinsatz von der Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau erworben. Drei weitere Jungbullen aus dem Anpaarungsprogramm wurden zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt. In den Natursprung konnte weitere fünf sehr gut entwickelte Bullen verkauft werden.

Mit 55 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen sowie fünf Kühen mit mehreren Kalbungen und drei Kalbinnen war die Auktion mit weiblichen Großtieren nur knapp beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten meist mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Von Beginn weg entwickelte sich eine lebhafte Versteigerung. Gefragt waren vor allem laufstallgewohnte Tiere mit guter Euteranlage. Sehr hohe Preisangebote waren jedoch selten. Ausnahmslos alle Tiere fanden bei flottem Versteigerungsverlauf ihre neuen Besitzer. Wegen des zu geringen Angebots mussten aber einige Kaufinteressenten die Heimreise ohne Tiere antreten.

Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von netto 1710 Euro. Dies ist gegenüber der September-Auktion ein Preisrückgang von 69 Euro. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der Jungkühe lag diesmal bei 28,3 Kilogramm.

Ein sehr großes Angebot war auch diesmal bei den weiblichen Zuchtkälbern mit 142 aufgetriebenen Tieren zu verzeichnen. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber konnten abgesetzt werden. Die Nachfrage war diesmal deutlich schwächer, was zu sinkenden Erlösen führte. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 276 Euro pro Kalb ein Durchschnittspreis, der deutlich niedriger lag als bei der vergangenen Auktion. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber war geprägt von guter Nachfrage bei gleichbleibenden Preisen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 88 Kilogramm wurde ein Erlös von 5,42 Euro inklusive Mehrwertsteuer je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 431 Euro anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber findet am Mittwoch, 7. November, in Schwandorf statt.

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