Schwandorf
08.06.2018 - 16:39 Uhr

Spange aus der Asche

Zweckverband interkommunales Gewerbegebiet bringt Flächennutzungsplan auf den Weg

Die Fläche um die OMV Tankstelle an der Anschlussstelle Schwandorf-Mitte östlich der Autobahn A 93 (unten) hat der Zweckverband gekauft. Gerhard Götz
Die Fläche um die OMV Tankstelle an der Anschlussstelle Schwandorf-Mitte östlich der Autobahn A 93 (unten) hat der Zweckverband gekauft.

(ch) Mit einem Flächennutzungsplan will der ZIG, dem Schwandorf, Wackersdorf und Steinberg am See angehören, das Gelände rund um die Anschlussstelle Schwandorf-Mitte zur Baureife bringen. Zunächst vor allem im Gebiet rund um die OMV-Tankstelle im Eck zwischen B 85 und A 93. Das wurde am Donnerstag in der Zweckverbandsversammlung deutlich. Laut stellvertretendem Verbandsvorsitzendem Bürgermeister Thomas Falter (Wackersdorf) wurden hier Grundstücke gekauft. Auch westlich der Autobahn A 93 sehen die Landschaftsplaner Manfred Hupfer (Büro WGF) und Stadtplaner Eckard Bökenbrink Potenziale. Südlich des Globus- und des Obi-Marktes wäre ein Gewerbegebiet möglich, weiter südlich an der Staatsstraße Richtung Steinberg sogar ein Industriegebiet.

Die Planer wollen mit einem Entwurf für 38 Hektar Gewerbegebiet und 37 Hektar Industrieflächen in weitere Verhandlungen mit der Regierung eintreten. Vorher werden auf jeden Fall noch Gutachten gebraucht. Sie sollen die Lärmsituation klären. Gerade auf der Schwandorfer Seite der Autobahn rückt das geplante Gebiet relativ nahe an die Wohnbebauung in Niederhof heran. Hier sei wahrscheinlich nur Gewerbe möglich, das wenig lärmträchtig ist, so der Planer. Außerdem soll geprüft werden, ob in dem geplanten Gebiet seltene Tiere leben.

Schließlich soll sich der ZIG ein Nutzungskonzept geben. "Wir sollten wissen, welche Flächen für welche Nutzung vorgesehen ist", sagte Hupfer. Wenn alles glatt läuft, soll der ZIG noch einmal vor der Sommerpause tagen. Die Auslegung des ersten Entwurfs würde dann wohl über die Ferien erfolgen. So ganz nebenbei kam bei der Vorlage der Pläne auch die Globusspange zur Sprache. Die Straße soll das Brunnfeld etwa ab der Höhe der Globus-Tankstelle mit der Staatsstraße 2151 (Schwandorf-Steinberg) verbinden und das Gebiet nach Süden erschließen. Die Spange war schon vor Jahren Thema in der Stadt. Weil ein Gutachten gezeigt hatte, dass die Spange nicht die erhoffte Entlastung für die Wackersdorfer Straße bringen würde, ließ der Stadtrat im Juli 2012 das Planfeststellungsverfahren einstellen. Damals waren die Kosten für die Spange auf 2 Millionen Euro taxiert worden. Verbandsrat Andreas Wopperer (CSU, Schwandorf) verwies darauf, dass auch die Leitungsfähigkeit der Globus-Kreuzung überprüft werden solle. ZIG-Vorsitzender Oberbürgermeister Andreas Feller wurde von den Verbandsräten ermächtigt, die nötigen Gutachten zu vergeben.

 
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