21.02.2020 - 15:20 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Spitzentiere besonders gefragt

Bei der Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz (RZO) waren Kühe und Jungkühe mit bester Qualität gefragt und erzielten gute Erlöse. Bei der Auktion für weibliche Zuchtkälber war die Nachfrage jedoch eher verhalten.

Vom Betrieb Wendl aus Kemnath im Landkreis Schwandorf wurde diese hervorragende "Empathie"-Tochter zum Verkauf angeboten.
von Externer BeitragProfil

Neun meist sehr gut entwickelte Jungbullen wurden der Körkommission laut einer Pressemitteilung des RZO vorgestellt. Allerdings erfüllte kein einziger der vorgestellten Bullen die hohen Anforderungen für den Einsatz in der Besamung. Die Körkommission stelle einen hervorragend entwickelten reinerbig hornlosen "Maliniwini"-Sohn an die Spitze. Dieser und zwei weitere Bullen konnten für den Einsatz im Natursprung abgesetzt werden. Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit 71 frischmelkenden Jungkühen, vier Kühen mit mehr als einer Kalbungen und einer Kalbin beschickt. "Die angebotenen Tiere überzeugten meist mit guter bis hervorragender Qualität", teilt der Rinderzuchtverband mit.

Bereits von Beginn der Versteigerung an war absehbar, dass Spitzentiere diesmal besonders gefragt waren. Die Käufer legten größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere und die Gebote erfolgten sehr qualitätsbezogen. Bei mehr als zehn Prozent der angebotenen Kühe und Jungkühe standen folglich Zuschlagspreise von 2000 Euro oder mehr auf der Anzeigetafel. Bis auf einige Tiere mit Mängeln konnten alle weiblichen Tiere bei zufriedenstellenden Erlösen verkauft werden. Mehrere Kaufinteressenten, die auf niedrigere Preise gehofft hatten, mussten die Heimreise ohne Tiere antreten. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1639 Euro ein Durchschnittspreis, der um 26 Euro über dem Erlös der Januar-Auktion lag. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei sehr hohen 30,3 Kilogramm.

Mit 115 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber wieder gut beschickt. Die angebotenen Kälber überzeugten meist mit guter Entwicklung. Allerdings war diesmal die Nachfrage eher etwas verhalten. Trotzdem konnten nahezu alle Kälber verkauft werden. Schwache Kälber waren aber erst nach Preisnachlässen abzusetzen. Der durchschnittliche Erlös je Kalb gab gegenüber der Auktion im Januar noch einmal um 28 Euro nach. Besonders gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber war geprägt von einer etwas verbesserten Nachfrage. Bei einem Durchschnittsgewicht von 90 Kilogramm wurde ein Erlös von 4,79 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer durchschnittlich 390 Euro (ohne Mehrwertsteuer) anlegen. Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber ist am Mittwoch, 4. März. Termine der nächsten Nutzkälbermärkte sind am Montag, 2. März, und am Montag, 23. März.

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