Erster Polizeihauptkommissar Armin Kott, Leiter der Polizeiinspektion Schwandorf und Polizeihauptkommissar Dieter Jäger kamen zum Sicherheitsgespräch ins Rathaus. Mit dabei war in diesem Jahr Kriminalkommissar Franz Xaver Michl. Michl ist der neue Stellvertreter von Armin Kott und kann auf eine langjährige Einsatzerfahrung zurückblicken.
"Das Jahr 2018 weist keine Auffälligkeiten auf", berichtete Inspektionsleiter Armin Kott laut einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Schwandorf sei aufgrund seiner Zentralität als Verkehrsknotenpunkt, Schul- und Einkaufsort grundsätzlich mehr von Straftaten betroffen als kleinere Orte. Insgesamt waren im Stadtgebiet laut Mitteilung 2049 Straftaten zu verzeichnen - vier Fälle mehr als im Vorjahr. Die Diebstähle waren um rund 130 Fälle rückläufig, machen aber mit 566 Fällen fast ein Drittel der aller Taten aus. Auch die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist laut Kott zurückgegangen. Das Problem mit den Ladendiebstählen habe man durch polizeiliche Aufklärungsarbeit, Sensibilisierung der Ladenbesitzer und Polizeipräsenz vor Ort gut in den Griff bekommen.
Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz machen mit 362 Fällen einen weiteren großen Anteil aus. Im vergangen Jahr habe man verstärkt kontrolliert und dadurch ein starkes Dunkelfeld in diesem Bereich aufdecken können, betonte der Inspektionsleiter. Unter die 424 "sonstigen Straftaten" fallen unter anderem Beleidigungen (166), Bedrohungen, Fischwilderei, Computerdelikte und Widerstandhandlungen gegen die Polizei.
Vor allem im Bereich der Gewalt- und Straßenkriminalität seien die Straftaten stark zurückgegangen. Wurden 2017 noch 427 Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität festgestellt, so liege die Zahl im Jahr 2018 nur noch bei 278 Fällen. "Das wirkt sich vor allem positiv auf das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung aus", betonte Armin Kott in der Mitteilung. Auch bei den Sachbeschädigungen gebe es einen erheblichen Rückgang. Dies sei zum Großteil der Festnahme eines Einzeltäters zu verdanken, der eine Vielzahl von Autobeschädigungen begangen habe. Die Aufklärung der Sachbeschädigungen durch Graffitisprühereien werde sich erst in der Statistik des kommenden Jahres niederschlagen. Auch hier konnten die Täter gefasst werden. Im Bereich der Gewaltkriminalität lagen die gefährlichen und schweren Körperverletzungen bei 47 Fällen. Diese Zahl bewegt sich im Schnitt der vergangenen Jahre. Dies gelte auch für die Gewaltkriminalität mit politischem Hintergrund.
Polizeihauptkommissar Dieter Jäger informierte über die Verkehrsdelikte. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Unfallzahlen um zwölf auf 1030 an. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liege man damit auf dem zweitniedrigsten Stand. Allerdings habe es einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben: Am 23. April verunglückte ein VW Passat auf der Adenauerbrücke. Der 25-jährige Fahrer kam dabei ums Leben. Unfälle unter Alkoholeinfluss lagen auf einem niedrigen Niveau. Dies ist laut Jäger wohl auch das Ergebnis einer intensiven Aufklärung- und Präventionsarbeit, sowie verstärkter polizeilicher Kontrollen. Unfallflucht war in 239 Fällen mit im Spiel, davon konnten 84 Unfälle aufgeklärt werden.
PI-Chef Armin Kott freute sich abschließend über seine "Truppe", die gerade im vergangen Jahr gut Ermittlungsergebnisse und eine sehr hohe Aufklärungsquote nachweisen konnte. Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniere hervorragend.













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