16.07.2019 - 09:45 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Stadträte hätten es gerne grüner

Für die einen ist das TWF-Gelände grün genug, für die anderen bleibt es eine Betonwüste. Zum wiederholten Male befassen sich die Mitglieder des Umweltausschusses mit der Umsetzung des Grünordnungsplans auf dem Tonwarenfabrikgelände.

Grüne Inseln lockern die Asphaltflächen auf dem TWF-Gelände auf. Nicht allen Stadträten ist das ausreichend.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass aus dem Fachmarktzentrum keine Parkanlage wird", gab Stadtbaumeister Reinhard Schade zu verstehen. Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit reduziere sich auf ein Defizit von elf Bäumen auf dem Rewe/Tedox-Parkplatz, so der Baudirektor.

Hier eine Nachbesserung zu fordern, hält Oberbürgermeister Andreas Feller für "unverhältnismäßig". Die Teerdecke müsste für viel Geld aufgerissen werden. "Lassen wir es gut sein", riet der Oberbürgermeister den Stadtratskollegen. Dem pflichtete Dieter Jäger von den Freien Wählern bei: "Es ist in Ordnung, wie es ist, sind wir froh über den Ist-Zustand".

CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer gibt zu: "Wie es abgelaufen ist, das war kein Ruhmesblatt". Aber mit einem Fachmarkt werde man keinen Schönheitspreis gewinnen. Der "ökologische Gesamtfaktor" sei erreicht, in der Gesamtbilanz seien sogar mehr Bäume gepflanzt worden als vorgesehen. "Deshalb", so Wopperer, "sollte man es jetzt damit bewenden lassen". Da war Kurt Mieschala von den Unabhängigen Wählern völlig anderer Meinung: "Seit Jahren wird herumgeeiert". Er wirft der Bauaufsicht Versäumnisse bei der Umsetzung vor.

Auch SPD-Sprecher Manfred Schüller mahnte Stadtrat und Verwaltung, darauf zu drängen, die ursprünglichen Pläne umzusetzen, und bezweifelte den vom Oberbürgermeister ins Feld geführten hohen finanziellen Aufwand für Nachbesserungen. Für Marion Juniec-Möller sei es bisher nicht gelungen, das Gelände mit Grün aufzuwerten. Die Begrünung falle ihrer Meinung nach kaum auf, das Gelände mache einen "zubetonierten Eindruck". Eine Begrünung der Tedox-Fassade könne den Eindruck etwas verbessern.

Am Ende verständigte sich das Gremium auf einen Kompromiss, den der Oberbürgermeister vorschlug. Der Ausschuss nimmt Kenntnis von der Umsetzung der Pläne und fordert den Eigentümer auf, die Tedox-Fassade noch zu begrünen. Gegen die Stimmen von SPD und UW wurde der Vorschlag mehrheitlich angenommen.

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