Die Schwandorfer Innenstadt wird zur Großbaustelle: Im ersten Bauabschnitt geht es um den nördlichen Teil der Bahnhofstraße. Zweiter Bürgermeister Andreas Wopperer und die leitenden Mitarbeiter der städtischen Bauabteilung machten sich am Donnerstag ein Bild vom Baufortschritt.
Der nördliche Teil der Bahnhofstraße mündet in die Friedrich-Ebert-Straße und soll optisch der Schwandorfer Einkaufsmeile angeglichen werden. Barrierefrei und mit Granitpflaster als Untergrund. Im Gegensatz zum südlichen Teilstück zwischen Bahnhof und Schlesierplatz, das asphaltiert ist und links und rechts einen Bürgersteig besitzt.
Zwischen den beiden Straßenabschnitten liegt der Schlesierplatz. „Er trennt die Alt- von der Neustadt“, erklärt Bürgermeister Andreas Wopperer. Der jetzt zu sanierende Abschnitt der Bahnhofstraße gehöre zur „Altstadt“, der andere Teil Richtung Bahnhof zur „Neustadt“. Unterschiedliche Belage werden die Trennung verdeutlichen. Die Gehwege der jetzt zu sanierenden Trasse liegen höhengleich mit der Fahrbahn sind auf der einen Seite 2,70 Meter und auf der anderen Seite 2,50 Meter breit. Für die Fahrbahn bleibt eine Breite von gut fünf Metern.
Bis zum Bürgerfest fertig
Die Fußgängerwege bestehen aus Granitplatten, die Fahrbahn aus Pflastersteinen. Die dazwischen liegende „Homburger Kante“ dient der Entwässerung. Die Leitungen für Wasser, Fernwärme und Gas im nördlichen Teil der Bahnhofstraße sind bereits 2021 verlegt worden. Den Auftrag bekam die Baufirma Steininger aus Neunburg vorm Wald. Geschäftsführer Siegfried Dettmann verspricht: "Wir werden das Teilstück rechtzeitig bis zum Bürgerfest Anfang Juli fertig stellen".
Anschließend geht es weiter mit der Schwaigerstraße. Auch hier werden die Gehwege breiter und barrierefrei gestaltet und betragen auf beiden Seiten zwei Meter. Für die Autofahrer bleiben in der Einbahnregelung fünf Meter. Der einheitlichen Optik wegen soll auch diese Trasse, die ebenfalls in die Friedrich-Ebert-Straße einmündet, gepflastert werden.
Der dritte Bauabschnitt betrifft den Schlesierplatz, das Tor zur Innenstadt. Dort kreuzen vier Straßenzüge. Das „Kreuz und Quer“ der Autos, Radfahrer und Fußgänger soll nach der Neugestaltung in geordneten Bahnen verlaufen. „Und wir wollen die Aufenthaltsqualität steigern“, verspricht Bürgermeister Andreas Wopperer. Er kündigt das Aufstellen von begrünten Sitzgelegenheiten und Rankgerüsten an. Die Gastronomen können Tische und Stühle im Freien aufstellen und die Leute bewirten. Die gesamten Baumaßnahmen werden Anfang Oktober abgeschlossen sein und kosten 1,4 Millionen Euro. 879.000 Euro bekommt die Stadt an Förderung aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung".
Breite Straße eine Sackgasse
Die anliegenden Geschäfte sind während der Bauzeit nur zu Fuß erreichbar. Bürgermeister Andreas Wopperer bittet um Verständnis und ist überzeugt: "Dafür wird das Ganze hernach umso schöner". Auch die Autofahrer müssen sich umstellen, denn die Breite Straße wird während der Baumaßnahme zur Sackgasse und die Einmündung von der Friedrich-Ebert- in die Bahnhofstraße ist gesperrt.
Im nächsten Jahr wird die Stadt, so hat es der Stadtrat beschlossen, probeweise eine Fußgängerzone ausweisen, um den Durchgangsverkehr aus der Friedrich-Ebert-Straße zu verbannen. Bis zu 8000 Autos wälzen sich pro Tag durch die Haupteinkaufstraße, ohne den Geschäften in der Innenstadt einen wirtschaftlichen Nutzen zu bringen. Mit einer Beruhigung des Verkehrs wollen die Stadträte die Aufenthaltsqualität in der Friedrich-Ebert-Straße und auf dem Marktplatz steigern. Sollte sich die verkehrsberuhigte Zone nicht bewähren, wollen sich die Stadträte eine andere Lösung überlegen.
Bauabschnitte und Kosten
- 1. Bauabschnitt: Nördlicher Teil der Bahnhofstraße bis Einmündung in die Friedrich-Ebert-Straße.
- 2. Bauabschnitt: Sanierung der Schwaigerstraße bis zur Friedrich-Ebert-Straße.
- 3. Bauabschnitt: Neugestaltung des Schlesierplatzes, in den vier Straßen einmünden.
- Kosten: 1,4 Millionen Euro. Fertigstellung Oktober 2023.













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