Beim Neujahrsempfang würdigt die Schwandorfer CSU regelmäßig das Ehrenamt. Vorsitzender Christoph Götz hieß am Samstag im Verwaltungsgebäude des Zweckverbands Müllverwertung zahlreiche Vertreter von Rettungs- und Wohlfahrtsverbänden, Sport-, Partnerschafts- und Traditionsvereinen sowie Bildungs- und Sozialeinrichtungen willkommen und versicherte ihnen: „Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen“.
An dieser Stelle trat regelmäßig der Kaminkehrermeister aus den eigenen Reihen als Glücksbringer auf, der nun auf einer anderen Liste kandidiert. Er war heuer ebenso wenig willkommen wie der amtierende Oberbürgermeister, den die Schwandorfer CSU bekanntermaßen nicht mehr nominiert hat. Liebend gerne hätte die CSU dagegen die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begrüßt. Doch sie hatte wegen eines Trauerfalls in der Familie kurzfristig abgesagt. Für sie sprang die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Martina Englhardt-Kopf, ein. Sie sprach sich für einen Wechsel an der Rathausspitze aus und betonte: „Schwandorf steht vor großen Herausforderungen und braucht einen engagierten Oberbürgermeister“.
Mit der Sanierung der Feuerwache und dem Neubau der Mittelschule konkretisierte der Schwandorfer CSU-Oberbürgermeisterkandidat Andreas Wopperer dringliche Vorhaben der Stadt. Er machte deutlich: „Wir müssen die Investitionen so kanalisieren, dass auch noch Geld für freiwillige Leistungen übrig bleibt“. Wopperer spricht sich für die Erweiterungen beim Angebot der Ehrenamtskarte und bei der Nutzung öffentlicher Einrichtungen für die Vereine aus. Stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl begrüßte die Wertschätzung des Ehrenamtes durch die CSU und versicherte den Vereinsvertretern: „Ihr Einsatz ist aller Ehren wert“.
Die aus der Landwirtschaft stammende Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf setzt sich für den Erhalt der kleinbäuerlichen Strukturen ein und betonte die Leistung der Familienbetriebe bei der Lebensmittelerzeugung und der Pflege der Landschaft. Sie befürwortet das Mercosur-Abkommen, erwartet davon eine weitere Wertschöpfung und beruhigt all jene Landwirte, die dadurch Wettbewerbsnachteile befürchten. Die CSU-Politikerin verteidigt die Verschuldung des Bundes und verspricht: „Von dem Sondervermögen wird auch der Landkreis Schwandorf profitieren“.
Landtagsabgeordneter Alexander Flierl betonte in seinem Grußwort: „Der Freistaat Bayern lässt seine Kommunen nicht im Stich, auch wenn uns der Wind momentan wirtschaftlich ins Gesicht weht“. Beim CSU-Neujahrsempfang spielt abwechselnd eine der vier Schwandorfer Blaskapellen auf. Diesmal durften die Besucher die hohe Qualität des Orchesters aus dem Ortsteil Neukirchen genießen. Die Gäste waren anschließend bei Sekt und Häppchen zum Gedankenaustausch eingeladen.













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