14.07.2020 - 15:21 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Tablets für Schüler im Landkreis Schwandorf

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Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Lern-Voraussetzungen verändert. Dem trägt der Staat Rechnung und stellt viel Geld zur Verfügung, um die Schulen mit Tablet-Geräten auszustatten. Davon profitiert auch der Landkreis Schwandorf.

Wie hier am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Schwandorf gehört das Arbeiten mit Tablets für Schüler bereits zum Unterrichtsangebot. Die Möglichkeiten der modernen Technik sind vielfältig. Nicht zuletzt erleichtern die Geräte das Arbeiten von zu Hause aus, wie es zuletzt beim Heimunterricht während der Pandemie nötig wurde.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Die Kombination aus Präsenzunterricht und Phasen des häuslichen Lernens ist vor allem im Zuge der Corona-Pandemie noch stärker in den Fokus gerückt. Um das Lernen zu Hause mit digitalen Medien und Werkzeugen zu ermöglichen, müssen die Schüler aber entsprechend ausgestattet sein.

Mit diesem Thema beschäftigte sich nun der Kreistags-Ausschuss für Schulen, Planung und Bau, der über eine staatliche Initiative informiert wurde, die dem Landkreis ohne weitere eigene Kosten zugute kommt. Der Plan ist, dass Schüler, die über keine geeignete digitale Ausstattung verfügen, Leihgeräte (Notebooks, Tablets) von den Schulen erhalten sollen.

Viel Geld vom Staat

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützt deswegen mit dem Bund den Aufbau eines Leihgerätepools an den Schulen über zusätzliche Förderungen unter dem Dach des "Digital-Pakts Schule". Dafür hat der Bund zusätzliche 500 Millionen Euro zur kurzfristigen Beschaffung von Schülerleihgeräten bereitgestellt, von denen 77,8 Millionen auf den Freistaat Bayern entfallen. Für den Landkreis Schwandorf als Schulaufwandsträger ist ein "Sonderbudget Leihgeräte" in Höhe von 411 692 Euro vorgesehen.

Das Kultusministerium möchte, dass wir auf eine erneute Phase des Distanzunterrichts zeitnah reagieren könne

Oliver Vogl

Oliver Vogl

Neben dem Ziel, diese Geräte leihweise an Schüler auszugeben, steht der Leihgerätepool den Schulen für didaktischen Einsätze dauerhaft zur Verfügung. Verschiedene Nutzungskonzepte wurden von den Schulen hier bereits vorgeschlagen. Durch den nachträglichen Kauf von Tablet-Koffern können mobile Klassenzimmer entstehen, Tablets in jedem Klassenraum können für digitalen Unterricht genutzt werden.

Für Apple-Tablets

"Der größte Teil der Schulen hat sich für die Beschaffung von Apple-I-Pad-Tablets ausgesprochen," informierte Landrat Thomas Ebeling den Ausschuss. Die Stückzahlen würden aktuell noch ermittelt. Es zeichne sich nach den ersten Rückmeldungen bei den Förderschulen ein deutlich höherer Bedarf an Geräten ab, pro Schule werden hier 40 bis 50 Leihgeräte benötigt. Bei den Realschulen und Gymnasien werden - auf die Anzahl der Schüler bezogen - weniger Geräte benötigt.

Geschätzt wird eine Gesamtzahl von ungefähr 700 Geräten zu einem Preis von 370 000 Euro. Die restlichen 40 000 Euro aus dem Sonderbudget werden für die bereits erfolgte Beschaffung von Notebooks und Android-Tablets benötigt. "Diese Einzelmaßnahmen wurden bereits nach Bekanntgabe der Fördermöglichkeiten durchgeführt," hieß es von der Verwaltung.

Schulen erhalten Sonderbudget für Laptops und Tablets

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Für Schulleiter Oliver Vogel vom Sonderpädagogischen Förderzentrum Nabburg "Maria-Schwägerl-Schule" sind die Tablets schon daher nötig, dass man die Schüler während des Unterrichts mit ihnen vertraut machen kann. Er hält es möglich, dass es erneut zu einer Phase des Heim-Unterrichts kommt, und dann sollen die jungen Leute mit dem technischen Equipment zu Hause umgehen können. "Das Kultusministerium möchte, dass wir auf eine erneute Phase des Distanzunterrichts zeitnah reagieren können," sagte er.

Fit für digitale Medien

Möglich sei auch, dass die Lehrer mit den Klassen Themen bearbeiten, die dann mit den Geräten zu Hause weiterbearbeitet werden. Grundsätzlich sei es wichtig, die Schüler fit zu machen für die digitalen Medien und Plattformen, "nachdem uns mit Corona das etwas überrollt hat".

Auch am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Schwandorf macht man sich zu den neuen Techniken Gedanken. "Wir erweitern unser I-Pad-Lehrer-Team," berichtete Francisco García, der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums. Dass das Arbeiten mit den Tablets ankommt, weiß Lehrer Sebastian Rinner aus Erfahrung: "Die Schüler lieben es besonders, Videos zu schneiden."

Betont wird von ihm und García der "intuitive Umgang" der Schüler mit den Gerätschaften, sowie den Nutzen der Geräte bei beim Visualisieren und der Dokumentation von Arbeitsergebnissen.

Wir erweitern unser I-Pad-Lehrer-Team

Francisco García

Francisco García

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