Schwandorf
08.04.2019 - 15:30 Uhr

Täglich achtmal um die Erde

"Wir suchen dringend neue, gut ausgebildete Fachkräfte für den Schienenverkehr", sagt Thomas Prechtl. Beim Info-Tag der "Länderbahn" wirbt der Geschäftsführer der "Bayerischen Eisenbahngesellschaft" um Nachwuchs für das Bahnland Bayern.

Die Bahnvertreter Christine Hecht, Thomas Prechtl und Wolfgang Pollety (dahinter) führten Oberbürgermeister Andreas Feller (Mitte) und die Besucher des Info-Tages durch die Schwandorfer Betriebsstätte der Länderbahn. Bild: Hirsch
Die Bahnvertreter Christine Hecht, Thomas Prechtl und Wolfgang Pollety (dahinter) führten Oberbürgermeister Andreas Feller (Mitte) und die Besucher des Info-Tages durch die Schwandorfer Betriebsstätte der Länderbahn.

Am Standort Schwandorf bildet "Die Länderbahn" ab September erstmals Schulabgänger zu Mechatronikern und Fachkräften für Lagerlogistik aus. Geschäftsführer Wolfgang Pollety und sein Mitarbeiter Wolfgang Meier führten die Gäste zusammen mit Oberbürgermeister Andreas Feller durch die Werkstätte und informierten über die Arbeitsabläufe bei der Länderbahn, die 268 Fahrzeuge in Betrieb hat, von der Diesel- über die Elektrolokomotive bis zum Triebwagen. "Unsere Berufsbilder eignen sich auch für Quereinsteiger", gibt Wolfgang Pollety zu verstehen. Einem psychologischen und einem "bahnärztlichen" Test folgt eine betriebsinterne Ausbildung von unterschiedlicher Dauer. Beim Lokführer sind es neun Monate. Allein in diesem Jahr bildet das Unternehmen 60 neue Lokführer aus. Gesucht werden Kontroll- und Sicherheitskräfte, Zugbegleiter, Lok- und Triebwagenführer sowie Mitarbeiter in der Werkstatt. Mit 1100 Mitarbeitern erzielt "Die Länderbahn", die in Bayern und Sachsen unterwegs ist, 250 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. 125 Millionen Kilometer legen die Züge in Bayern im Jahr insgesamt zurück. "Das ist achtmal täglich um die Erde", veranschaulichte Thomas Prechtl die Bedeutung des Schienenverkehrs. 1,3 Millionen Fahrgäste nutzen täglich in Bayern den Beförderungsservice und steigen in einem der 1061 Bahnhöfe zu. "Und täglich werden es mehr", so der Geschäftsführer der "Bayerische Eisenbahngesellschaft". Bei der Vergabe der insgesamt 6000 Kilometer Schienenstrecken achte er "nicht nur auf den Angebotspreis, sondern vor allem auf Qualität". Auch der moderne Nahverkehr setze auf Komfort. Thomas Prechtl hat sich zum Ziel gesteckt, noch mehr Leute aus dem Individualverkehr raus- und in den öffentlichen Personennahverkehr hinein zu bekommen.

"Die Länderbahn" gibt ihren Zügen Städtenamen. Neben "Regensburg" und "Hof" ist auch der Triebwagen "Schwandorf" unterwegs. Er gehört zur Reihe der "Oberpfalzbahn". Geschäftsführer Wolfgang Pollety wertet die Geste als Bekenntnis zum Standort. Feller begrüßte die Initiative und sah darin eine Aufwertung der Eisenbahnstadt.

Geschäftsführer Wolfgang Pollety und Oberbürgermeister Andreas Feller tauften den Triebwagen der Oberpfalzbahn auf den Namen "Schwandorf" Bild: Hirsch
Geschäftsführer Wolfgang Pollety und Oberbürgermeister Andreas Feller tauften den Triebwagen der Oberpfalzbahn auf den Namen "Schwandorf"
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