21.03.2019 - 22:06 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Tage des Zentrums in Maxhütte-Haidhof sind gezählt

MZM, so die Abkürzung, könnte bald zu lang sein. Das letzte M, das für Maximilianshütte steht, wird wegfallen, der Mietvertrag für das Mittelstandszentrum (MZ) endet. Doch es gibt neue Ideen.

1997 nahm das MZM auf dem Gelände des Autozulieferers Läpple in Maxhütte-Haidhof seinen Betrieb auf. Aufgabe war und ist die Beratung und Förderung von Existenzgründungen und jungen Betrieben im Bereich des Handwerks.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Das Mittelstandszentrum Maximilianshütte wird in der Rechtsform einer GmbH, die 1997 gegründet wurde, geführt. Die beiden Gebäude des Gründerzentrums – der Produktions- und der Dienstleisterbereich – wurden vom Mai 1998 bis zum Mai 1999 umfangreich saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Gesellschafter sind der Landkreis Schwandorf und die Städte Maxhütte-Haidhof, Teublitz und Burglengenfeld. Das Mittelstandszentrum in Maxhütte-Haidhof berät Existenzgründer und junge Unternehmen über Unternehmenskonzepte, Fördermöglichkeiten und bietet Hilfe bei Finanzierungsfragen und Raumbedarf. Wo nötig wird zusätzlicher Expertenrat eingeholt; bei öffentlichen Fortbildungsveranstaltungen werden aktuelle Informationen oder wirtschaftliche Themen aufbereitet.

Geschäftsführer ist Christian Meyer. Er stattete beim Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik Bericht ab, als der Ausschuss im Landratsamt tagte. Dabei wurde klar: "Wir suchen nach einem alternativen Standort, denn der Mietvertrag mit der Firma Läpple endet." Bis jetzt wurde die Hälfte der angemieteten Hallenfläche, gemeint ist die Halle 1, an Vermieter Läpple zurückgegeben. Am 1. April dieses Jahres erfolgt die Rückgabe der Halle 3, die der restlichen Hallen dann zum Ende des Jahres.

Grund für den Auszug ist der laut Meyer der "große Eigenbedarf" der Firma Läpple an Hallenflächen. Das geht Hand in Hand mit einem schwindenden Bedarf des MZM selbst. "Wirtschaftswachstum und weniger Arbeitslose führen zu einer geringen Anzahl an Existenzgründungen", sagte Meyer. So sei das Mittelstandszentrum nicht mehr ausgelastet.

Derzeit werde im Städtedreieck nach einer anderen Adresse für das MZM gesucht. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Gesellschafter bauen selbst, oder es wird wieder etwas angemietet. Dazu wird derzeit ein Konzept erarbeitet. Im übrigen verwies der Geschäftsführer darauf, dass das Zentrum im Geschäftsjahr 2017, für das er einen Bericht präsentierte, 83 000 Euro an Mieten eingenommen habe. Weil die Mieter keine Existenzgründer seien, sondern normale Betriebe, habe das MZM 13 000 Euro an Fördermitteln an die Regierung der Oberpfalz zurückzahlen müssen. Insgesamt bilanzierte Meyer ein Jahres-Minus von 66 000 Euro, wobei der Landkreis 35 000 Euro zu übernehmen hat. Dem stehen sieben unentgeltliche Schulungs- und Lehrveranstaltungen gegenüber mit 169 Gründern. Darüber hinaus gab es 20 individuelle Beratungsgespräche, die den Weg in die Selbständigkeit aufzeigten.

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