08.07.2019 - 15:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Trockenheit bereitet große Sorge

Die Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz war geprägt von einer verhaltenen Nachfrage in allen Kategorien. Wie der Verband mitteilt, waren durchweg schwächere Erlöse zu verzeichnen.

Der Betrieb Scharnagl aus Dippersreuth im Landkreis Schwandorf züchtete diesen hervorragenden Jungbullen des Bullenvaters „Wendlinger“ (Kat.Nr. 2), der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an die Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau überstellt wurde.
von Externer BeitragProfil

Große Sorge bereite derzeit die seit Wochen anhaltende Trockenheit in der Oberpfalz. Trotz immer wieder angekündigter Niederschläge blieb der ersehnte Regen meist vollständig aus. Mit zunehmender Sorge blicken deshalb viele Landwirte auf die meist nur knapp vorhandenen Futtervorräte. Vor allem die Maisfelder würden nun dringend Regen benötigen. Diese Umstände sind ausschlaggebend für die momentane Kaufzurückhaltung.

Bei den Zuchtbullen wurden diesmal laut Mitteilung zwölf hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. Spitzenbulle des Marktes war ein hervorragender "Macbeth"-Sohn. Nach längerem Winkerduell sicherte sich der Besamungsverein Neustadt an der Aisch diesen Bullen. Ein hervorragend typisierter "Wendlinger"-Sohn wurde zum Tageshöchstpreis von der Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau ersteigert. Weitere zwei Bullen aus dem Anpaarungsprogramm verrichtet künftig ebenfalls seine Dienste beim Besamungsverein Neustadt an der Aisch. In Natursprung konnte ein weiterer sehr gut entwickelte Jungbulle verkauft werden.

Mit 45 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen, sechs Kühen mit zwei Kalbungen und vier Kalbinnen war die Auktion mit weiblichen Großtieren diesmal der Jahreszeit entsprechend knapp beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchwegs mit guter Qualität und sehr hoher Milchleistung. Die Versteigerung der weiblichen Großtiere war von Beginn an geprägt von eher verhaltenen Geboten. Spitzenpreise waren diesmal nicht zu verzeichnen. Die Käufer legten größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere. Lediglich eine Jungkuh mit Mängeln fand keinen Käufer. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1524 Euro ein Durchschnittspreis, der um fast 100 Euro niedriger lag als bei der Auktion im Juni. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei sehr hohen 30 Kilogramm.

Die Auktion der weiblichen Zuchtkälber war mit 113 angebotenen Tieren diesmal gut beschickt. Bis auf ein Tier konnten alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber abgesetzt werden. Die erzielbaren Erlöse bewegten sich auf verhaltenem Niveau. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber war geprägt von guter Nachfrage mit ansprechenden Preisen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 91 Kilogramm wurde ein Erlös von 5,17 Euro inklusive Mehrwertsteuer je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 470 Euro ohne Mehrwertsteuer anlegen.

Die Termine für die nächsten Zuchtviehmärkte: Montag, 22. Juli, Montag, 5. August, und Montag, 26. August.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.