Trotz weltweiter Krisen und Kriege, die auch Horsch treffen, hat der Schwandorfer Landmaschinenhersteller erneut die Milliardenmarke beim Umsatz geknackt. „Mit einem Konzernumsatz von 1,08 Milliarden Euro konnte das Unternehmen schon im dritten Jahr seinen Umsatz über einer Milliarde Euro stabil halten und sogar moderat wachsen“, teilt Horsch am Montag in einer Pressemitteilung für das Geschäftsjahr 2025 mit. Im Jahr zuvor lag der Umsatz bei 1,05 Milliarden Euro.
Weitere Zahlen wie etwa den Gewinn nannte das Unternehmen in der Mitteilung nicht. Im Geschäftsjahr 2024 belief sich der Gewinn laut einer einsehbaren Bilanz auf 96,5 Millionen Euro. Im Interview mit Oberpfalz-Medien sprach Geschäftsführer Michael Horsch vor Kurzem aber davon, dass die Firma weiter „sehr profitabel für die Branche“ sei. „Im Verhältnis zur Branche geht es uns gut“, sagte Horsch in dem Gespräch. Die Branche habe zuletzt mit Rückgängen zu kämpfen gehabt. Es gebe, so Horsch, Konkurrenten, die bis zu 30 Prozent an Umsatz verloren hätten.
Maßgeblich zum erneut erfolgreichen Jahr beigetragen hätten laut aktueller Horsch-Mitteilung „innovative Technik, praxisgerechte Lösungen, die enge Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern sowie ein stetiges Entwickeln der Märkte und die starke Nähe zum Endkunden“. Michael Horsch erklärte im Gespräch mit Oberpfalz-Medien, dass man weltweit so breit aufgestellt wie kaum jemand anders sei. Dadurch sei man unabhängig von bestimmten Märkten. Das habe man etwa nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine gesehen. In beiden Ländern – für Horsch wichtige Märkte – seien die Umsätze eingebrochen. Andere Märkte hätten das jedoch aufgewogen.
Horsch ist in den vergangenen fünf Jahren stark gewachsen. In diesem Zeitraum hat der Landmaschinenhersteller nicht nur die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt, sondern auch den Umsatz. Mittlerweile beschäftigt Horsch weltweit rund 3500 Mitarbeiter, am Hauptsitz in Schwandorf sind es rund 1200. Wer sich dort in der Belegschaft umhört, bekommt die gute Situation der Firma auch gespiegelt. Es gehe ihnen gut, heißt es, es laufe gut.
In Minneapolis in den USA wurde im vergangenen Jahr das „Agtec“-Zentrum eröffnet, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Damit sei ein fester Anlaufpunkt für Nordamerika entstanden, „an dem Technik, Schulung und agronomisches Wissen gebündelt und weitergegeben werden“. In Brasilien sei in den vergangenen Jahren ein eigener Standort aufgebaut worden, an dem Produkte für den lokalen Markt entwickelt und gefertigt werden. In Europa habe man besonders in Rumänien, Polen, der Ukraine und dem Baltikum „erfreuliche Erfolge“ erzielt. Und auch der deutsche und der französische Markt zeigten sich als „enorm robust“ und blieben für Horsch „weiterhin von zentraler Bedeutung“.
Weil sich aktuell viele Betriebe mit stark gestiegenen Kosten für Diesel und Düngemittel konfrontiert sehen, heißt es in der Meldung weiter, sei es zum jetzigen Zeitpunkt „schwer abzuschätzen, wie sich die Lage in der nahen Zukunft entwickeln wird“.















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