10.08.2018 - 12:53 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Umzug bleibt Zukunftsmusik

Ist die neuerliche Investition in die Sanierung der Stadtbibliothek als langfristiges Bekenntnis zum Standort an der Sandstraße zu verstehen? Oberbürgermeister Andreas Feller sieht die 90 000-Euro-Maßnahme eher pragmatisch.

Pressesprecher Lothar Mulzer, Oberbürgermeister Andreas Feller, Büchereileiterin Leonie Flachsmann und der städtische Sachbearbeiter Bernhard Dommer (von links) stoßen auf die Fertigstellung der barrierefreien Toilettenanlagen in der Stadtbibliothek an.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

(rhi) "Wir müssen die städtischen Einrichtungen auf einen zeitgemäßen Stand bringen". Barrierefreiheit sei da ein ständiges Thema. 90 000 Euro investierte die Stadt in den Bau einer neuen Toilettenanlage in der Stadtbibliothek. In Holzständerbauweise entstand ein Anbau mit Toiletten für Damen und Herren und ein Behinderten-WC. Alles barrierefrei zugänglich. Im Gegensatz zu den alten sanitären Anlagen, die abgerissen wurden. In nur drei Monaten zogen die Arbeiter den Bau hoch. "Dank der Holzständerbauweise ging alles ganz schnell", erklärte Bernhard Dommer, Sachbearbeiter "Hochbau", bei einem Ortstermin am Donnerstag.

Folgende Arbeiten fielen an: Baumeisterarbeiten (21 000 Euro), Holzbauarbeiten (21 500), Trockenbau (12 700), Heizung und Sanitär (19 300), Fliesen (4 500), Trennwände (900), Schreiner-Arbeiten (2000), Elektriker (5000), Malerarbeiten (2100) sowie Planung und Statik (500). Vor vier Jahren investierte die Stadt schon einmal 150 000 Euro in die Sanierung der 550 Quadratmeter großen Bibliothek. Nach fünfwöchiger Umbauphase hatte die Bücherei ein komplett anderes Erscheinungsbild. Alles wurde erneuert, vom Fußboden bis zur Decke.

Die Handwerker und Techniker tauschten die Beleuchtung aus, strichen Wände und Decken, optimierten den Internetanschluss und gestalteten die Verleihtheke neu. Ein neues Regelsystem mit mobilen Schränken erlaubt es seitdem, kurzfristig Platz für größere Veranstaltungen zu schaffen. Lese- und Lerninseln sorgen für eine Auflockerung. Die Bibliothek hat 70 000 Medieneinheiten: Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur, Romane und digitale Medien. Pro Jahr verzeichnet die Bibliothek rund 232 500 Entleihungen und 80 000 Besucher, wie die neue Leiterin Leonie Flachsmann der Statistik entnimmt. Standortüberlegungen spielen für Pressesprecher Lothar Mulzer derzeit keine Rolle. Die Pläne, die Einrichtung im vorgesehenen Neubau an der Gerhardingerschule unterzubringen, hätten sich mittlerweile zerschlagen. Und die Alternative auf dem Schmidt-Bräu-Gelände sei absolute Zukunftsmusik. Die neue Leiterin Leonie Flachsmann richtet sich ebenfalls einen langfristigen Verbleib am jetzigen Standort an der Sandstraße ein und ist zufrieden mit den Bedingungen.

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