15.05.2019 - 11:39 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Unterschriften für Baumschutzverordnung

Jochen Surel und "Baumfreunde Schwandorf" starten Initiative - Bestand sichern und Neupflanzungen forcieren

Die "Baumfreunde" Gabriele Jokele, Inge Stieber-Jehl, Jochen Surel und Johann Kirchberger (von links) fordern eine Verordnung zum Schutz der Bäume in der Stadt.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Jochen Surel weiß, dass er die Welt nicht retten kann. Dafür aber will er sie ein Stück liebens- und lebenswerter machen und für die Nachwelt noch einige Zeit erhalten. Deshalb hat er in der Vergangenheit Baumpflanzaktionen auf dem Weinberg und am Eisenwerk in Fronberg gestartet, Streuobstwiesen angelegt und in der Stadt Blühstreifen für Insekten geschaffen. Jetzt hat der selbstständige Landschaftsgärtner einen neuen Vorschlag.

"Schwandorf braucht eine Baumschutzverordnung", schlug der 51-jährige Umweltschützer und ÖDP-Ortsvorsitzende bei einem "Treffen der Baumfreunde" am Freitag im Gasthaus Baier vor. In vielen bayerischen Städten gebe es bereits eine Verordnung zur Sicherung des Baumbestandes, zur Belebung und Gliederung des Ortsbildes, zum Erhalt von Lebensräumen für die Tierwelt und zur Sicherung des Naturhaushaltes. Von dieser Verordnung ausgenommen sollen Obstbäume, von Schädlingen befallene Stämme und solche Bäume sein, die eine Gefahr oder Behinderung darstellen.

Die "Baumfreunde" Jochen Surel, Johann Kirchberger, Inge Stieber-Jehl und Gabriele Jokele werben nun mit einer Unterschriftenaktion für die Idee zu einer Verordnung, die von der Stadt erlassen und von der "Unteren Naturschutzbehörde" des Landkreises überwacht werden soll. Der Kreis der Unterstützer ist inzwischen auf 15 Leute angewachsen. "Aber wir brauchen mehr, wenn wir etwas erreichen wollen", ist sich Jochen Surel bewusst. Deshalb will er an Info-Ständen am Marktplatz für seine Idee werben, die Leute zu einer Unterschrift bewegen und den Stadtrat von der Notwendigkeit einer Baumschutzverordnung überzeugen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.