25.12.2019 - 11:47 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Verfolgungsjagd an Heiligabend

Im Kreis Schwandorf liefert sich an Heiligabend ein 24-Jähriger eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Der Mann steht unter Drogeneinfluss und rast mit über 200 km/h über die A 93. Die Jagd endet in einem Feld.

Mit Vollgas flüchtete ein Autofahrer am 24. Dezember vor der Polizei
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Wie aus dem Pressebericht der Autobahnpolizei Schwandorf hervorgeht, wollte eine Streifenbesatzung der Polizei Nabburg den 24-Jährigen am 24. Dezember gegen 21.05 Uhr in Wernberg-Köblitz kontrollieren. Doch der Mann ignorierte die Anhaltesignale und gab Vollgas: Mit hohem Tempo entzog er sich der Kontrolle, fuhr auf die A 93 und jagte mit seinem Audi mit einer Geschwindigkeit von weit über 200 Stundenkilometern in Richtung Süden. Hier verloren ihn die Streifenbeamten aus den Augen.

An der Anschlussstelle Schwandorf-Mitte verließ der Flüchtige die Autobahn und fuhr zunächst mit normaler Geschwindigkeit in Richtung Stadtmitte. Als ihn eine Streife der PI Schwandorf anhalten wollte und am Streifenwagen die Anhaltesignale und das Blaulicht aufleuchteten, beschleunigte der Audi-Fahrer erneut und jagte mit weit über 100 Kilometern pro Stunde innerorts Richtung Stadtmitte. Etwa auf Höhe der Einmündung Kruckentalstraße bremste der junge Mann seinen Audi unvermittelt bis zum Stillstand ab, um sein Fahrzeug zu wenden. Dabei stieß sein Auto leicht gegen den Streifenwagen.

Doch das konnte die wilde Fahrt nicht stoppen: Wieder gab der 24-jährige Gas und flüchtete nun stadtauswärts mit Geschwindigkeiten zwischen 120 und 150 Kilometern pro Stunde. Laut Polizeibericht hielt die Streife nun deutlichen Abstand. Der Audi bog nun zunächst zum Brunnfeld ab, wendete dann an der Globus-Kreuzung sofort wieder unvermittelt, überquerte diese in Richtung Autobahnmeisterei und fuhr dann wieder mit hohem Tempo durch Alberndorf in Richtung Irlach.

Hier kam der Audi von der Fahrbahn ab, der Fahrer versuchte, die Flucht über ein angrenzendes Feld fortsetzen. Hier fuhr sich der Audi fest und die Streifenpolizisten konnten den Mann festnehmen. Der Grund für die Flucht stelle sich dann schnell heraus: Der 24-Jährige hatte nach eigenen Angaben kurz vor der Kontrolle Amphetamine zu sich genommen. Im Pkw fanden die Polizisten noch andere Drogen.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme bei dem 24-Jährigen vorgenommen. Der Führerschein und das Auto des Beschuldigten wurden sichergestellt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Gesamtschaden an dem Fluchtauto und dem Streifenwagen beträgt laut Polizei 4000 Euro. Die Höhe des Flurschadens steht noch nicht fest.

Der geflüchtete Autofahrer muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln verantworten. Die Autobahnpolizeistation Schwandorf hat die Sachbearbeitung übernommen und bittet Personen, die bei der Flucht gefährdet worden sind oder sachdienliche Angaben machen können, sich per Telefon unter 09431/4301-821 zu melden.

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