19.02.2020 - 11:12 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Viel Lob für junge Leseratten

Acht Schulsieger der sechsten Klassen ermitteln in der Stadtbücherei den Gewinner des 61. Vorlesewettbewerbs für die Region Schwandorf Nord-Ost. Lina Wellenreiter vom Gymnasium Schwandorf hinterlässt bei der Jury den besten Eindruck.

Acht Schulsieger stellten sich der Jury (sitzend). Am Ende gewann Lina Wellenreiter (Vierte von rechts) den Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Büchereileiterin Leonie Flachsmann sorgte für eine entspannte Atmosphäre und nahm den Kindern beim Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbs das Lampenfieber. Eltern und Lehrer verteilten sich im Zuhörerraum, während Lesebeauftragte Maria Birzer, Buchhändlern Inge Neger, Kreisjugendpfleger Stefan Kuhn und Lehrerin a.D. Sieglinde Ziegler am Jury-Tisch Platz nahmen. Sie bewerteten die Klarheit der Aussprache, die Ausstrahlung, den Blickkontakt mit den Zuhörern und den Gesamteindruck des Vortrages.

Die meisten Punkte bekam Lina Wellenreiter, die zunächst drei Minuten lang aus ihrem selbst gewählten Buch "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" und anschließend einen fremden Text aus dem Buch "Die beste Bahn meines Lebens" von Anne Becker vorlas. Die Jury-Mitglieder hatten sich rasch auf die Schülerin des CFG-Gymnasiums geeinigt und erklärten sie zur Siegerin des Regionalentscheids. Leonie Flachsmann überreichte die Siegerurkunde und ein Buchgeschenk und wünschte ihr viel Glück beim Bezirksentscheid, bei dem sie den Landkreis im kommenden Monat vertritt

Urkunden und Geschenke

Auch den anderen Teilnehmern machte die Büchereileiterin ein dickes Kompliment: "Es war wirklich ein Genuss, euch zuzuhören." Sie bekamen eine Teilnehmerurkunde und ebenfalls ein Buchgeschenk. Marlene Lehmann von der Mädchenrealschule Schwandorf hatte ihr Lieblingsbuch "Das Heulen der Wölfe" von Aimee Carter mitgebracht. Yasin Sergio Galati Prichia von der Konrad-Max-Kunz-Realschule Schwandorf entschied sich für den Titel "Diebe im Olymp" von Percy Jackson.

Toni Winkler geht in die sechste Klasse des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg und las aus dem Buch "Vorstadtkrokodile" von Max von der Grün vor. Mit dem Titel "Hotel der Magier" von Nicki Thornton stellte sich Luca Hasenkopf von der Naabtal-Realschule Nabburg der Jury. "Der Fluch der letzten Küsse" von Beatrix Gurian heißt das Buch, das sich Mira Zimmermann vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach als Wahllektüre ausgesucht hatte.

Anika Hanauer vertrat die Mittelschule Oberviechtach und las einen Abschnitt aus dem Buch "Gespensterjäger auf eisiger Spur" von Cornelia Funke. Den Abschluss bildete Lisa Radlsteiner von der Mittelschule Schwarzenfeld, die sich mit dem Titel "Die Schule der magischen Tiere 7" von Margit Auer bewarb.

Text zum Leben erwecken

"Beim Vorlesewettbewerb geht es darum, einen Text allein mit der Stimme als Ausdrucksmittel zum Leben zu erwecken", heißt es in den Bewertungsgrundsätzen. Entscheidend sei, wie es dem Vorleser gelinge, sein Publikum zu erreichen und für das vorgestellte Buch zu interessieren. Zu den Bewertungskriterien gehört auch die Lesetechnik. Wer sicher und flüssig vorträgt, sinnvoll betont und eine verständliche Aussprache mitbringt, punktet bei der Jury. In der Bewertungskategorie "Interpretation" wird darauf geachtet, ob der Schüler die "Stimmung des Textes erfasst und auf das Publikum übertragen kann." Auch die Zeitvorgabe spielt eine Rolle. Die Schüler haben zweimal drei Minuten Zeit zum Vorlesen.

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