Schwandorf
17.12.2021 - 17:52 Uhr

Vier Omikron-Infizierte im Landkreis Schwandorf

Die ersten Omikron-Fälle im Landkreis Schwandorf sind bestätigt. Unterdessen bleibt die Schwandorfer Corona-Sieben-Tage-Inzidenz überdurchschnittlich hoch.

Archivbild: Christophe Gateau

Der vor zwei Tagen vermeldete erste Omikron-Verdachtsfall eines Reiserückkehrers aus Südafrika hat sich bestätigt. Insgesamt sind am Freitag im Landkreis Schwandorf vier Omikron-Fälle festgestellt worden. Davon wird aber nur der eine in der Landkreis-Statistik geführt werden, da die anderen drei Personen nur mit Nebenwohnsitz hier gemeldet sind. "Wir haben die Fälle an die für den Hauptwohnsitz zuständigen Städte und Gemeinden, die alle in Deutschland, aber zum Teil außerhalb Bayerns sind, abgegeben", teilte das Landratsamt mit. Bei diesen drei Personen, zwischen denen bislang kein Zusammenhang festgestellt werden konnte, handle es sich nicht um Reiserückkehrer. Es ist laut Behörde wohl davon auszugehen, dass die Omikron-Mutante bereits im weitaus größeren Ausmaß verbreitet ist, als bislang vermutet oder erhofft. Auch wenn von den vier Fällen nur einer in der Statistik des Landkreises verbleibt, so seien es doch vier Fälle von Menschen, die hier leben. Die Betroffenen befinden sich in Quarantäne.

Mit 87 Fällen vom Donnerstag überschritt die Gesamtzahl der Infektionen im Landkreisgebiet die Marke von 15 000. Zur Erinnerung: Die 10 000. Infektion war erst am 3. November vermeldet worden. Einschließlich der am Freitag bislang (Stand gegen 17.30 Uhr) bekanntgewordenen 51 neuen Fälle steigt die Fallzahl auf 15 097. Verstorben sind drei Männer im Alter von 56, 78 und 82 Jahren. Die beiden Älteren hatten in unterschiedlichen Heimen gewohnt, der Jüngere zu Hause. Die Gesamtzahl der Todesfälle aus dem Landkreis hat sich damit auf 213 erhöht. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 377,2 am Donnerstag auf 350,2 am Freitag. Sie liegt damit über dem Wert im Bundesgebiet (331,8) und in Bayern (315,4).

Zu den bereits mehrmals mitgeteilten Ausbrüchen in zwei Heimen sind jeweils vier weitere Fälle neu festgestellt worden. Zu dem ebenfalls bereits mitgeteilten Ausbruch in einer Behinderteneinrichtung sind zwei weitere Fälle festgestellt worden. Im Alten- und Pflegeheim Oberviechtach wird eine mobile Einheit des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), die bereits im Oktober 2014 für (andere) Infektionskrankheiten zur Unterstützung der Gesundheitsämter und Einrichtungen vor Ort eingerichtet wurde, am Montag eine Begehung machen. Ein Schwerpunkt dieser „Task-Force Infektiologie“ ist die Entwicklung und Umsetzung von Fachkonzepten zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Oberpfalz25.05.2022
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.