26.08.2018 - 12:18 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Wärme für kommende Kunden

Eine halbe Millionen Euro investiert die „Städtische Wasser- und Fernwärmeversorgung“ in den „Fernwärmering Industriegebiet Süd“ und geht damit erheblich in die Vorleistung.

Der Bau eines Fernwärmerings für das Industrie- und Gewerbegebiet im Stadtsüden hat begonnen.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

(rhi) Denn die Abnehmer der Energie sollen sich dort erst ansiedeln oder sind gerade dabei, ihre Betriebe und damit ihre Kapazitäten zu erweitern. Am Donnerstag fiel der Startschuss für ein Projekt, das sich über zwei Jahre hinziehen wird. Zur Erschließung der Grundstücke entlang der Bellstraße und das „Industrie- und Gewerbegebiets Süd“ baut die „Städtische Wasser- und Fernwärmeversorgung“ einen Fernwärmering mit einer Leistung von 7000 Kilowatt. Mit diesem Heizwert lassen sich 450 Einfamilienhäuser versorgen. Von der Bellstraße Hausnummer 12 geht es in einem ersten Bauabschnitt bis zum ehemaligen Bayernwerkgleis. Arbeiter der Firma Steininger graben auf einer Länge von 700 Metern auf und ermöglichen den Fachleuten der Firma KPR Rohrbau die Verlegung der Fernwärmerohre.

In einem zweiten Abschnitt erfolgt der Ausbau bis zum Industriegleis des Zweckverbandes Müllverwertung. Das Ingenieurbüro Stelzenberger, Scholz & Schmid erstellte ein Pflichtenheft, die Firma Steininger erhielt aus wirtschaftlichster Anbieter den Bauauftrag zum Bruttopreis von 310 000 Euro für den ersten Bauabschnitt.

Diplom-Ingenieur (FH) Siegfried Dettmann von der Firma Steininger versprach bei der Ortsbesichtigung eine fristgerechte Ausführung. Daran hegte Werksleiter Walter Zurek keinen Zweifel: „Die Firma Steininger haben wir als zuverlässigen Partner kennengelernt“. Im Vermögenshaushalt der Fernwärmeversorgung sind für den Leitungsbau in diesem Jahr 500 000 Euro eingestellt. Für das Material sind 100 000 Euro veranschlagt, für den reinen Rohrbau 47 000 Euro. Die Ingenieur- und Prüfleistungen schlagen mit 55 000 Euro zu Buche. Für die kontinuierliche Lecküberwachung sind 10 000 Euro vorgesehen.

Die Städtische Wasser- und Fernwärmeversorgung investiert bis zum Jahr 2020 rund zwei Millionen Euro in die Erweiterung der Fernwärmeversorgung im Industriegebiet Süd und im Gewerbegebiet „Bellstraße“. Dort sind mehrere Firmen schon seit Jahren an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen. „Wir investieren in die Zukunft“, betonte zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl beim Ortstermin. Die günstige Versorgung mit Energie sei ein wichtiges Argument der Unternehmen für eine Ansiedlung. Und hier wolle die Stadt im Vergleich zu den kommunalen Mitbewerbern im Vorteil sein. Aber auch die angrenzenden Unternehmen, die bereits die Fernwärme beziehen, haben höheren Bedarf signalisiert. Werkleiter Walter Zurek hat mit den Geschäftsleitungen gesprochen und dabei erfahren, „dass der Bedarf in den nächsten Jahren steigen wird“.

Auch der Zweckverband Müllverwertung hat inzwischen reagiert und die Fernwärme-Kapazitäten um 30 Prozent erhöht. Werkleiter Walter Zurek ist sich aber bewusst: „Sollten sich die bisher bekannten Anfragen in konkreten Anschlüssen niederschlagen, dann könnte die Auskopplung für die Fernwärmeversorgung bis in zehn Jahren erneut ausgereizt sein“.

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