14.10.2020 - 09:57 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Wassergebühren steigen in Schwandorf deutlich

Für Wasser werden die Schwandorfer künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Eine entsprechende Erhöhung der Gebühren beschließt der Werkausschuss einstimmig.

Viele Wasserleitungen sind in die Jahre gekommen. Die Stadt muss in den nächsten Jahren in die Erneuerung investieren und legt die Kosten auf die Haushalte um. Auf den Verbraucher kommen höhere Gebühren zu.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Stadt Schwandorf erhöht rückwirkend ab 1. Januar 2020 die Wassergebühren um 20 Prozent. „Wenn wir weiter kostendeckend arbeiten wollen, haben wir keine andere Wahl“, erklärte Werkleiter Walter Zurek den Mitgliedern des Werkausschusses. Die Beitragssätze werden dagegen erst im nächsten Jahr angepasst. Sie bleiben weitgehend stabil.

32 Cent mehr

Die neuen Zahlen basieren auf der Globalberechnung, die Betriebswirtin Bettina Listl bei der Sitzung am Montag im Konrad-Max-Kunz-Saal erläuterte. Die Mitarbeiterin eines Straubinger Büros kam für die Jahre 2020 bis 2023 auf einen durchschnittlichen Wasserpreis von 1,98 Euro pro Kubikmeter. Das bedeutet eine Erhöhung um 32 Cent. Bisher berechnete die Stadt für den Kubikmeter 1,66 Cent. Rückwirkend zum 1. Januar verlangt sie für dieses Jahr 2,14 Euro. Im nächsten Jahr sind es 1,82 Euro, 2022 liegt der Wasserpreis bei genau zwei Euro und 2023 werden es 1,97 Euro sein. Im Schnitt der vier Jahre also 1,98 Euro pro Kubikmeter.

Auch in Weiden steigen die Preise

Weiden in der Oberpfalz

Zwischen 20 und 30 Euro werde jeder Haushalt im Jahr mehr bezahlen müssen, hat Stadtrat Robert Koller (CSU) errechnet. Zusammen mit den Sprechern der anderen Fraktionen stellte er die Frage, ob denn eine Erhöhung in diesem Umfang notwendig sei. „Es macht keinen Sinn, von den Empfehlungen abzuweichen, denn dann verschieben wir die Erhöhung nur nach hinten“, gab Walter Zurek zu bedenken. Der Leiter der „Städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgung“ macht hohe Investitionen in den Erhalt des Versorgungsnetzes mit einer Ausdehnung von 400 Kilometern geltend.

Einstimmige Entscheidung

Mit den Wassergebühren legt die Stadt die Kosten für Renovierung und Erweiterung des Netzes und der Aufbereitungsanlagen um. „Die vorgeschlagene Gebührenerhöhung ist notwendig“, bekräftigte Oberbürgermeister Andreas Feller. Er schlug den Ausschussmitgliedern vor, dem Stadtrat die Gebührenänderung zu empfehlen. Das Gremium folgte der Empfehlung einstimmig.

Auch die Herstellungsbeitragssätze werden bis 2023 angepasst. Sie liegen für Altanschließer pro Quadratmeter Grundstücksfläche bei 88 Cent (bisher 89) und pro Quadratmeter Geschossfläche bei 3,67 Euro (bisher 3,80). Neuanschließer zahlen für die Grundstücksflächen 1,71 Euro pro Quadratmeter (bisher 1,70) und für Geschossflächen 6,25 Euro (bisher 6,47). Der Wasserverbrauch der Schwandorfer Haushalte liegt stabil bei jährlich 1,7 Millionen Kubikmeter.

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