06.11.2018 - 20:12 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Weiterer Schritt zu Elektrifizierung der Bahn in der Oberpfalz

Nach der Bahnstrecke Hof-Schwandorf ist ein weiterer Bahnabschnitt in der Region zur Elektrifizierung vorgesehen: von Nürnberg nach Furth im Wald. Nun ist der Freistaat Bayern am Zug.

Die Bundestagsabgeordneten Peter Aumer, Karl Holmeier und Alois Karl (von links) mit Bundesverkehrsminister (Zweiter von rechts).

(dpa/we) Zahlreiche ausstehende Bahnprojekte in Bayern gelten neuen Plänen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zufolge fortan als finanziell gesichert. Die Milliardenvorhaben werden im Bundesverkehrswegeplan in die höchste Kategorie, den sogenannten vordringlichen Bedarf, hochgestuft, wie Scheuer am Dienstagvormittag mitteilte. Dazu gehören der Ausbau und die Elektrifizierung mehrerer Bahnstrecken als auch um die Erweiterung des Knotenpunkts München.

Darunter fallen Maßnahmen zur Reisezeitverkürzung auf der bereits gesicherten Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing. Dazu gehört der zweigleisige Ausbau der Strecke Tüßling-Freilassing. Kosten für die Ergänzungen: rund 1,2 Milliarden Euro. Finanziell gesichert ist nun auch der Tunnel Fürth auf der Strecke Nürnberg-Erfurt. Hier schlagen die Zusatzkosten zum bereits gesicherten Gesamtprojekt mit 652 Millionen Euro zu Buche.

Die Strecken Nürnberg-Schwandorf sowie Schwandorf-Regensburg und Schwandorf-Furth im Wald an der deutsch-tschechischen Grenze sollen komplett elektrifiziert werden. Gesamtkosten: 706 Millionen Euro. "Jetzt gilt es, gemeinsam alle Kräfte zu mobilisieren, um schnell weiter voranzukommen. Der Freistaat Bayern hat die Zusage gegeben, die Planung von Schwandorf bis zur Grenze auf den Weg zu bringen, sobald die Strecke hochgestuft wird," sagte der Chamer CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier. Die Strecke Hof- Schwandorf befindet sich bereits im vordringlichen Bedarf.

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 war 2016 beschlossen worden. Er sieht Investitionen von insgesamt mehr als 270 Milliarden Euro vor. 40 Prozent der Mittel gehen an Bahnprojekte. Im Plan gibt es bisher neben den dringlichsten Neubau- und Ausbauprojekten auch solche der Kategorie "potenzieller Bedarf". Nun steigen viele dieser Vorhaben in den sogenannten Vordringlichen Bedarf auf, weil eine "positive gesamtwirtschaftliche Bewertung" vorliege.

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