10.06.2019 - 13:55 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Weiterer Schritt zur Fusion

Die Mitglieder des SC Ettmannsdorf haben bereits vor drei Wochen grünes Licht für weitere Fusionsgespräche gegeben. Nun zieht der FC Schwandorf nach.

Einstimmig votierten die Mitglieder des FC Schwandorf für die Fortsetzung der Fusionsgespräche miit dem SC Ettmannsdorf.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Es ist noch ein weiter Weg bis zur Fusion, doch die ersten Schritte sind getan. "Es geht um die Zukunft des Sports in unserer Stadt", ist sich Vorsitzender Reinhard Mieschala bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des FC Schwandorf am Freitag der Bedeutung bewusst. Die Schmerzgrenze sei für beide Vereine erreicht, sagte dritter Vorsitzender Kurt Mieschala, nun sei die Zeit reif für ein Miteinander.

Seit zwei Jahren befinde sich der FC Schwandorf im engen Kontakt mit dem Nachbarverein, erinnerte zweiter Vorsitzender Peter von der Sitt. Bei der Abstimmung gehe es lediglich darum, ob die Fusionsgespräche fortgeführt werden sollen. Dafür bekam der FC-Vorstand nun ein einstimmiges Votum.

Die "Fusionsbeauftragten" des SC Ettmannsdorf, Michael Klement und Horst Hohler, hatten die bisherigen Ergebnisse und das künftige Vorgehen in einer Präsentation zusammengefasst, die Reinhard Mieschala den Mitgliedern vorstellte. Voraussetzung für die Fusion ist die Gründung eines neuen Vereins, in dem der FC Schwandorf und der SC Ettmannsdorf anschließend verschmelzen sollen. Mitsamt ihres Guthabens und der Verbindlichkeiten.

Mehr Einfluss

Der Kaufmann und Sportfachwirt Florian Scherbauer aus München schaltete sich als Mediator ein und ebnete dem Fusionsausschuss, bestehend aus Mitgliedern beider Vereine, gemeinsam mit dem Notar diesen gangbaren juristischen Weg. Der neue Verein werde mit 1400 Mitgliedern mehr Einfluss haben, könne die Abteilungen auf eine breitere Basis stellen, die räumlichen und personellen Synergien nutzen, leichter Sponsoren gewinnen und habe ganz andere sportliche Perspektiven", ist der Vorsitzende des FC Schwandorf überzeugt.

Noch einige Hürden

Bis zur Gründung eines neuen Vereins und der anschließenden Fusionierung gilt es allerdings, noch einige Hürden zu überwinden. Die Namensfindung dürfte dabei noch das geringere Problem sein. Entscheidend ist der Erwerb des 43 000 Quadratmeter großen Sportgeländes, das der Eisenbahnersportverein FC Schwandorf gepachtet hat und nun der Bundesbahn abkaufen möchte. FC-Vorsitzender Reinhard Mieschala bestätigte am Freitagabend Verhandlungen mit der DB-Vermögensgesellschaft, "die allerdings bisher noch zu keinem Ergebnis geführt haben". Momentan laufe ein Gutachten.

Was die Chancen für den Kauf erhöht: Das Gelände liegt in einem Hochwasserschutzgebiet und kommt deshalb für eine Wohnbebauung nicht infrage. Dies bestätigte auch Oberbürgermeister Andreas Feller, der den beiden Vereinen im weiteren Verlauf des Verfahrens seine Unterstützung zusagte. Dies gelte auch für die anderen Vereine der Stadt, die an einen Zusammenschluss denken. Die bisher angefallenen Kosten für die wirtschaftliche und juristische Beratung des Fusionsausschusses übernahm die Stadt aus Mitteln der Sportförderung.

Wenn der FC Schwandorf im Besitz des Sportgeländes ist, wird der Vorstand die Mitglieder erneut zusammenrufen, um über die Gründung eines neuen Vereins und die anschließende Verschmelzung mit dem SC Ettmannsdorf zu informieren und abstimmen zu lassen. Dann werden sich vor allem jene Mitglieder aus den übrigen Abteilungen zu Wort melden, die sich von den Fußballern an den Rand gedrängt fühlen. Beim SC Ettmannsdorf waren dies zuletzt die Gymnastik-Damen, beim FC Schwandorf die Tennisspieler.

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