Die Polizei lieferte sich am Freitagabend, 15. Dezember, eine wilde Verfolgungsjagd mit einem 22-Jährigen. Die Polizeiinspektion Schwandorf hat gegen 18.15 Uhr die Mitteilung über ein Auto bekommen, das laut Pressemitteilung ohne Zulassung auf einem Parkplatz in der Birkenlohstraße in Schwandorf stand. Die Polizei entdeckte das Fahrzeug fahrend kurze Zeit später auf der Hoher-Bogen-Straße. Die Beamten wollten den Fahrer kontrollieren.
Der Fahrer reagierte nicht auf die Anhaltesignale der Beamten und gab Gas – eine Verfolgungsfahrt begann. Mehrere Streifen nahmen die Verfolgung des Pkw auf, welcher durch Schwandorf auf die St2397 in Richtung Burglengenfeld fuhr. Der flüchtende Fahrer fuhr inner- wie außerorts mit überhöhter Geschwindigkeit und überholte trotz Gegenverkehr. Zwischen dem Fluchtwagen und einem zivilen Wagen der Polizei kam es zu einem „Spiegelklatscher“.
Der Flüchtende "zügelte" seine rasante und gefährdende Fahrweise auch im Stadtgebiet von Burglengenfeld nicht. Die Polizei lies von ihm ab, um unbeteiligte Personen nicht zu gefährden. Beamte fanden das Fluchtauto kurze Zeit später in Burglengenfeld parkend. Ermittlungen führten zunächst zu einem 26-jährigen Burglengenfelder. Dieser gab an, dass ein 22-jähriger Mann das Auto steuerte. Der 22-Jährige habe den 26-Jährigen während der Verfolgungsfahrt angerufen und ihn angewiesen, bei der Polizei anzurufen. Der 26-Jährige sollte falsche Meldungen zu machen, um Streifen zu binden und damit die Verfolgungsfahrt beenden.
Die Polizei traf den 22-jährigen Fahrer zuhause an und nahm ihn fest. Ein Drogentest verlief positiv. Zudem stellte sich heraus, dass der Mann keine Fahrerlaubnis besitzt. Die Beamten stellten sein Auto ohne Zulassung und Versicherungsschutz sicher.
Ihn erwarten mehrere Strafanzeigen, unter anderem Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenes Kraftfahrzeugrennen, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Wegen der getätigten „Fake-Notrufe“ erwartet den 26-jährigen „Kumpel“ des Fluchtfahrers ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen.
Sollten Verkehrsteilnehmer gefährdet worden sein, werden diese gebeten sich bei der Polizeiinspektion Schwandorf unter 09431/43010 zu melden.













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