05.12.2019 - 17:52 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Wirtschaft fordert "zeitnah" Impulse

Hubert Döpfer drängt auf eine schnellere Nutzung der Gewerbeflächen an der A 93 zwischen Schwandorf und Wackersdorf. Das ist nicht der einzige Impuls, den sich das IHK-Gremium von der Politik erwartet.

Die IHK-Vertreter Hubert Döpfer (rechts) und Manuel Lischka (links) überreichten Landrat Thomas Ebeling (Zweiter von rechts) und Oberbürgermeister Andreas Feller (Zweiter von links) die Broschüre mit "Impulsen für die Wirtschaftspolitik im Landkreis Schwandorf".
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Vorsitzende des IHK-Gremiums sieht im "interkommunalen Gewerbegebiet ein enormes Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung der Region". 13 Jahre nach Gründung des Zweckverbandes sei es endlich an der Zeit, "dass etwas vorangeht".

Der Schwandorfer Bildungsunternehmer erwartet von Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller "zeitnahe Weichenstellungen". Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Manuel Lischka, bekräftigte Hubert Döpfer am Donnerstag im Landratsamt den Maßnahmenkatalog aus der Sicht der regionalen Wirtschaft. Im "interkommunalen Gewerbegebiet" sollten sich vor allem Start-up-Unternehmen ansiedeln können. "Die Wirtschaft befindet sich im Umbruch, da brauchen wir junge Unternehmen mit neuen Ideen", betonte der Vorsitzende des IHK-Gremiums.

Das Filetstück an der Autobahn würde sich auch als Standort für ein neues Gründerzentrum anbieten. Die aktuelle Unterkunft auf einem Firmengelände in Maxhütte-Haidhof sei nicht mehr zeitgemäß, waren sich die Gesprächspartner einig. "Wir brauchen ein neues, verkehrstechnisch günstig gelegenes Gründerzentrum für den Landkreis Schwandorf", bekräftigte der Vorsitzende des IHK-Gremiums. Für eine Verlegung nach Schwandorf brauche man allerdings Mehrheiten, gab Landrat Thomas Ebeling zu bedenken. Eine solche sei momentan nicht in Sicht, "denn die Städte Burglengenfeld, Teublitz und Maxhütte-Haidhof wollen als Mitgesellschafter das Gründerzentrum im Städtedreieck behalten".

Bei der Entwicklung des "interkommunalen Gewerbegebietes" bittet Oberbürgermeister Andreas Feller um Geduld. Der Zweckverband, bestehend aus der Stadt Schwandorf und den Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See, habe für eine Million Euro eine Fläche von 5,5 Hektar im Bereich "Am Richtfeld" angekauft und sei gerade dabei, einen Flächennutzungsplan aufzustellen. In einem späteren Bebauungsplan müsse man dann eine Struktur festlegen, "denn wir wollen dort nicht auf Gedeih und Verderb alles ansiedeln". Hier besteht Übereinstimmung mit den IHK-Vertretern, die ebenfalls der Meinung sind: "Lieber eine kleinflächige Besiedlung mit regionalen Firmen als eine Ansiedlung von internationalen Großkonzernen". Bei der Sitzung des Zweckverbandes "Interkommunales Gewerbegebiet" am Mittwoch in Wackersdorf nannte Vorsitzender Bürgermeister Thomas Falter als "oberste Priorität" die Schaffung von Baurecht "rund um die OMV-Tankstelle herum".

Auf der Prioritätenliste der IHK steht auch der Bau einer zweiten Naabbrücke in Schwandorf. Die angespannte Verkehrssituation in der Innenstadt lasse sich nach Meinung der IHK-Vertreter durch die Errichtung eines weiteren Überganges im Bereich des alten Schlachthofes entschärfen. Gleichzeitig werde der Stadtpark an die Innenstadt angebunden.

Oberste Dringlichkeitsstufe hat für die IHK auch die Neugestaltung des Bahnübergangs in Nabburg. Die Kammervertreter schreiben in ihrer Broschüre: "Alle beteiligten Akteure, insbesondere die Stadtratsfraktionen, sollten das Projekt nicht gefährden und sich geschlossen für die zeitnahe Umsetzung der Maßnahme aussprechen".

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