Bei der Kreisversammlung der "Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften im Bayerischen Bauernverband" am Montag in der Gaststätte des Tierzuchtzentrums forderte Martin Biegerl allerdings ein "Wolf-Management" mit einer Strategie, die gewährleiste, "dass sich der Wolf von Tiergehegen fernhält". Wenn er sich ihnen nähere, sollte er geschossen werden dürfen, so die Forderung von Martin Biegerl.
Zunehmender Vandalismus
ARGE-Vorsitzender Alfred Bauer (Neunburg v.W.) hat kein Verständnis dafür, "dass der Wolf derart unter Schutz steht". Das Gleiche gelte für den Fischotter. Die Empfehlung der Tierschützer, die Fische doch in Käfigen zu halten und sie so vor Kormoran und Otter zu schützen, hält Alfred Bauer für "absurd". Mit dem Problem "Wolf" befasst sich demnächst auch der Kreisjagdverband. Vorsitzender Hans Vornlocher kündigte eine Aussprache mit dem "Wolfsbeauftragten" Markus Martini an. Am 16. April wird der gelernte Geoökologe um 19.30 Uhr im Tierzuchtzentrum den Jägern Rede und Antwort stehen. Vornlocher beklagte den zunehmenden Vandalismus an jagdlichen Einrichtungen und appellierte an die Waldbesitzer, beim Aufspüren der Täter mitzuhelfen.
Bei den Wildschweinen stellt Hans Vornlocher einen leichten Rückgang der Population fest, weiß aber auch: "Das kann sich im nächsten Jahr wieder schnell ändern." Gefordert seien die Jäger vor allem dann, wenn die "Afrikanische Schweinepest" in der Oberpfalz kommen sollte. Doch hier konnte Josef König Entwarnung geben. "Es ist in Deutschland noch kein einziger Fall bekannt geworden", sagte der Leiter des Schwandorfer Veterinäramtes. Dennoch müsse man darauf vorbereitet sein. Der Landkreis habe im Haushalt einen Betrag von 15 000 Euro eingestellt, erklärte Josef König den Jagdgenossen. Aus diesem Topf sollen Jäger Geld bekommen, die Wildschweine schießen. 20 Euro gibt es auf Antrag für jede Sau und 15 Euro für jeden geschossenen Frischling.
Trockenheit und Dürre
Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Josef Irlbacher, wünschte sich einen Schulterschluss mit Jägern, Jagdgenossen, Landwirten und Naturschützern und betonte: "Der Erhalt der Artenvielfalt geht uns alle an." Mit den Gefahren für die Wälder befassten sich Forstdirektor Alwin Kleber und Forstrat Jens Haertel. Trockenheit und Dürre, Sturmschäden, Schneebruch und Schadinsekten führten zu Ausfällen bei der Holzernte. Der Klimawandel setze vor allem der Fichte zu. "Mischwälder senken das Risiko", so die Referenten. Sie sehen in "Buchenbeständen mit begleitenden Baumarten eine Option für die Zukunft".



















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