31.03.2020 - 16:12 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Wolfgang Meischner geht in Ruhestand

Der Verwaltungsbeamte Wolfgang Meischner hat unter vier Landräten gedient. Unter Max Stadlbauer im Altlandkreis Neunburg v.W., unter Hans Schuierer, Volker Liedtke und Thomas Ebeling im Landkreis Schwandorf. Nun kommt der Ruhestand.

Nach fast 50-jähriger Dienstzeit und 45-jähriger Funktionärstätigkeit geht Diplom-Verwaltungsfachwirt Wolfgang Meischner in Pension.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Nach fast 50-jähriger Tätigkeit geht der Diplom-Verwaltungsfachwirt (FH) am Ende des Monats in Pension. Wolfgang Meischner, am 20. August 1954 in Oberschlema im Erzgebirge geboren und 1960 gemeinsam mit seiner Mutter zu den Großeltern nach Bodenwöhr gezogen, begann nach dem Besuch der Realschule 1971 eine Verwaltungsausbildung am Landratsamt Neunburg vorm Wald und stieg im Laufe der Jahre in die dritte Qualifizierungsebene auf.

Als Sachgebietsleiter im "Ausländeramt" sind ihm einschneidende Erlebnisse in Erinnerung geblieben. Als sich ein iranischer Staatsangehöriger vor ihm selbst anzündete, griff Wolfgang Meischner zum Feuerlöscher und verhinderte den Suizid. Eine Sinti- und Roma-Familie blockierte aus Protest über eine Behördenentscheidung den Eingang des Landratsamtes und löste einen Polizeieinsatz aus. "Abschiebungen von ausländischen Familien waren für mich immer sehr belastend", gesteht der Verwaltungsbeamte.

Wolfgang Meischner wechselte 2003 ins Sachgebiet "Betreuungsrecht und Standesamtswesen" und war seitdem zuständig für die Aus- und Fortbildung der Standesbeamten im Landkreis. Ehrenamtliches Engagement war ihm wichtig. Ob als Schul- oder Soldatensprecher, Personalrat oder Pfarrgemeinderat - Wolfgang Meischner bezog in souveräner Art Stellung und setzte sich für seine Mitmenschen ein.

Seit 48 Jahren gehört er der "Standesvertretung der bayerischen Beamten" an, ist seit 2002 deren Bezirksvorsitzender und zudem seit 30 Jahren Kreisvorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes. Seit 45 Jahren vertritt er als Personalrat auf Orts-, Bezirks- und Landesebene die Interessen der Kollegen. Am Ende seiner Dienst- und Funktionärszeit zieht Wolfgang Meischner eine positive Bilanz: "Der Beamte ist heute in der Öffentlichkeit angesehen, gut bezahlt und hat traumhafte Aufstiegsmöglichkeiten".

Drei Jahrzehnte arbeitete Meischner im Vorstand des Kreisjugendringes und gehörte in dieser Funktion dem Jugendhilfeausschuss des Landkreises an. 15 Jahre lang saß er im Vorstand der Schwandorfer Kolpingsfamilie und war acht Jahre Vorsitzender. Politisch ist Wolfgang Meischner in der ÖDP beheimatet, kandidierte einmal für den Bundestag und gehörte zuletzt drei Jahre dem Stadtrat an.

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