13.08.2018 - 10:03 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zehn Prozent mehr für Leiharbeiter

Susanne Ferschl (Die Linke) fordert gerechtere Verteilung der Vermögen

MdB Susanne Ferschl sowie die Landtagskandidaten Marius J. Brey und Eva Kappl (von links) sprachen bei einer Wahlveranstaltung der Partei "Die Linke".
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

(rhi) Eva Kappl (20) aus Wackersdorf studiert Geschichte und Politikwissenschaften und arbeitet im Büro der Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl (Die Linke) mit. Zusammen traten die beiden am Donnerstag bei einer Wahlversammlung in der Gaststätte "Taverne Olympia" auf. Mit dabei war der Oberpfälzer Spitzenkandidat für die Landtagswahlen, Marius J. Brey aus Chamerau.

"Deutschland geht es insgesamt sehr gut", stellte Susanne Ferschl fest. Die Bundestagsabgeordnete aus Kaufbeuren beklagt aber die "ungleiche Verteilung des Vermögens". Drei Millionen Kinder würden "in Armut oder an der Schwelle zur Armut" leben. Das Realeinkommen von 40 Prozent der Arbeitnehmer sei heute geringer als vor 20 Jahren.

Die frühere Gewerkschaftsfunktionärin kritisiert die ungleiche Behandlung der Leiharbeiter und fordert für sie "zehn Prozent mehr Lohn als für die festangestellten Beschäftigten". Als Ausgleich für die Nachteile, die Leiharbeiter in Kauf nehmen müssten. Fast fünf Millionen Arbeitnehmer gingen einer geringfügigen, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, so die Politikerin der "Linken". Sie stellt fest: "Vor allem Frauen stecken in der Teilzeitfalle und kommen nicht mehr heraus". Susanne Ferschl spricht sich für eine generelle Arbeitszeitverkürzung in den Betrieben und eine Anhebung des Mindestlohnes aus. Die prekäre Beschäftigung führe zu sinkenden Renten und damit zur Altersarmut.

Eva Kappl, Stimmkreiskandidatin ihrer Partei für die Landtagswahlen, wirbt für das Volksbegehren "Stoppt den Pflegenotstand". Sie kündigt für Dienstag, 14. August, um 19 Uhr im Restaurant "Mythos" (Spitzwegstraße) eine konzertierte Aktion mit den Grünen, der SPD und der Gewerkschaft "ver.di" an. Allein in den bayerischen Krankenhäusern würden 12 000 Pflegekräfte fehlen, so Kappl. Der Personalmangel gefährde die Gesundheit der Patienten und der Pflegekräfte. Mit dem Volksbegehren "Stoppt den Pflegenotstand" wollen die Initiatoren verbindliche Personalschlüssel in Bayern gesetzlich festschreiben lassen. Ziel des Bündnisses sei es, so der Oberpfälzer Spitzenkandidat der "Linken, "Marius J. Brey, in der ersten Stufe bayernweit 40 000 Unterschriften zu sammeln. Um auch im Landkreis Schwandorf für das Anliegen zu werben, gründe sich am Dienstag ein "Aktivenkreis".

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