Anfangs schien sich das Vorhaben nicht verwirklichen zu lassen, da lange Zeit keine passende Ziege gefunden werden konnte. Wer in Kenia eine gute Ziege besitzt, möchte diese nicht verkaufen, weil sie für den Besitzer, Hirten, eigentlich Reichtum verkörpert. Ziegen liefern Milch, Fleisch, Nachzucht und sichern einen gewissen Wohlstand. Eine europäische Ziege wäre dem Nahrungsangebot und den klimatischen Bedingungen nicht gewachsen.
Es dauerte länger als ein Jahr, bis es dem kenianischen Freund der Schuierers, Pfarrer William aus dem Stamm der Kikuyu, gelang, mit seinen Verhandlungskünsten eine gute, trächtige Ziege zu besorgen. Zum selben Volksstamm zählte Pfarrer Michael, der in der Pfarrei Wiefelsdorf (SAD) mehrmals Urlaubsvertretung hatte, aber durch Steinigung ums Leben kam.
Tochter Caroline Schuierer war maßgebend an der Auswahl der Ziege beteiligt und gründete das Ziegenprojekt 2013. Auf den Namen Zipora wurde die Ziege getauft, denn sie sollte so fruchtbar sein wie Abrahams Weib Zipora, dachte Caroline.
Gemeinsam suchten Caroline und Pfarrer William aus der Pfarrei Nakuru neben dem gleichnamigen, bekannten Nationalpark eine sehr bedürftige Familie, deren ärmliche Lebensbedingungen durch das Ziegenprojekt verbessert werden sollten. Und so freute sich die Familie Mama Njoki, dass sie mit der Milchziege Zipora große Hilfe erhielt. Eine Tochter war mit Asthma geplagt und die medizinische Versorgung stürzte die Familie nicht zuletzt dadurch in große Not. Nach acht Monaten stellte sich Zuchterfolg ein, ein Böcklein, das sie als Fleischquelle nutzen konnten.
Viele Nachkommen
Das nächste Jungtier war ein Ziegenweibchen, das gedeckt an eine andere ausgewählte arme Familie weiterverschenkt worden ist. Momentan erhalten fünf Familien von dem Zuchterfolg Hilfe. Zipora hatte mittlerweile drei Ziegenweibchen. und fünf Nachkommen, Kinder und Enkel.
"Alle freuten sich und auch wir vom Brennenden Dornbusch sind glücklich über den Erfolg des Ziegenprojekts", versicherte Hans Schuierer. Aber eine schlechte Nachricht Anfang Dezember stimmte alle traurig: Zipora ist in der Adventszeit verstorben. Schuierer erinnerte daran, dass die Familie bereits im Dezember 2014 einen Schicksalsschlag zu ertragen hatte, als Familienoberhaupt Peter Gitau das Zeitliche segnete. Hans Schuierer berichtete: "Daraufhin hat der Brennende Dornbusche die Unterstützung intensiviert, damit der Sohn Francis studieren konnte, um später seine Familie mit Mutter und Geschwistern zu unterstützen." Mit Hilfe des "Brennenden Dornbuschs" erreichte Francis dieses Jahr den Bachelorabschluss und hofft auf weitere Unterstützung für den Masterabschluss. "Allein die Prüfungsgebühren übersteigen sein Budget und rütteln gewaltig an der Kasse des Brennenden Dornbuschs." Caroline Schuierer, die Mutter des Ziegenprojekts, hofft nun, einen Ausweg und eine Lösung zu finden.
In Anbetracht der zahlreichen Hilfsmaßnahmen, die durch die Spendenfreudigkeit der Freunde und Gönner ermöglicht wurden, bittet der "Brennende Dornbusch" wieder um großzügige Unterstützung. Als kleines Geschenk gibt es dafür
Dornbusch-Lesezeichen als einmalige Unikate. Spenderadresse oder Telefonnummer nicht vergessen. Rückfragen unter 09431/61305. Konto: Raiffeisenbank Schwandorf, Brennender Dornbusch, Iban: DE40 7509 0000 0201 8033 01.













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