14.11.2018 - 14:52 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zugeständnisse bei der Klärschlammtrocknung

Bürgermeister aus 33 Kommunen - das nutzen Bayernwerk, LfU und ein Digitalbeauftrager als Bühne, um ausführlich zu informieren. ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll erläutert den Zeitplan für den Bau der Klärschlammtrocknungsanlage.

Der stellvertretende Landrat Jakob Scharf begrüßte die Vertreter aus 33 Kommunen. Gemeinsam mit den Bürgermeistern Martin Birner aus Neunburg vorm Wald und Thomas Falter (von rechts) aus Wackersdorf führte er durch die Versammlung.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Dass die Anlage nicht wie geplant fertig wird, teilte der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) bereits vor einiger Zeit mit. Bei der Herbstversammlung des Kreisverbandes Schwandorf des bayerischen Gemeindetages sprach Verbandsdirektor Knoll erneut von einer geplanten Inbetriebnahme Ende Mai. Der Rohbau des 16-Millionen-Euro-Projekts ist nahezu fertiggestellt. Die Außenanlagen sollen erst im kommenden Jahr gestaltet werden. Zeitverzug habe es etwa bei der Elektrotechnik gegeben. In einem halben Jahr sollen dann erste kleine Mengen Klärschlamm angenommen werden. Erst im dritten Quartal soll laut Knoll die volle Auslastung gefahren werden. Wegen der Bauverzögerungen bot der Verbandsdirektor den Bürgermeistern an, dass im kommenden Jahr der Preis für den angelieferten Klärschlamm dem aktuellen entsprechen soll. "Damit diejenigen, die gezwungen sind, am Anfang zu liefern, nicht die volle Breitseite der Kosten abbekommen", begründete es Knoll. Denn die Kosten errechnen sich aus den Ausgaben, die durch die angelieferte Menge dividiert wird. Das kann aufgrund des Bauverzugs teuer werden, weshalb der Verbandsdirektor zum "Akt der Solidarität" aufrief. Denn die wohl verbilligten Preise im kommenden Jahr sollen auf die drei folgenden Jahre verteilt wieder für alle Lieferanten aufgeschlagen werden. Insgesamt dann aber eher "Centbeträge". Sollte die Anlieferung des Klärschlamms im dritten Quartal nächsten Jahres tatsächlich billiger sein als derzeit, gebe es das zu viel bezahlte Geld selbstverständlich zurück.

Vertreter des Bayernwerks nutzten die Gelegenheit, auf die LED-Technik für Straßenlaternen aufmerksam zu machen und auf montierbare Wlan-Hotspots hinzuweisen. André Zorger erklärte, dass man die Kommunen "durch die Energiewende begleiten" wolle. Zudem sei es möglich, Straßenlaternen ohne Kabel zu setzen. Die fortgeschrittene Akku-Technologie erlaube das. Etwa bei Pendlerparkplätzen wäre es überlegenswert.

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