Schwandorf
01.04.2026 - 17:10 Uhr

Zugunglück bei Nabburg: Katastrophenschutz trainiert den Ernstfall

Im Landkreis Schwandorf wurde eine Stabsrahmenübung durchgeführt, um die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz zu optimieren. Die Übung simulierte eine komplexe Schadenslage.

Im Landratsamt Schwandorf fand kürzlich eine umfangreiche Stabsrahmenübung statt, die in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried durchgeführt wurde. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatz- und Führungsstrukturen im Katastrophenschutz unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und weiter zu optimieren. Grundlage hierfür bildeten die Vorgaben des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes, wie die Kreisbrandinspektion Schwandorf mitteilt.

Komplexes Übungsszenario

Als Übungsszenario wurde eine schwere Kollision zwischen einem Güterzug und einem Personenzug im Bereich von Nabburg angenommen. Infolge des Zusammenstoßes kam es zu zahlreichen Verletzten, einem Brand sowie zu einem erheblichen Umweltschaden durch austretende Betriebsstoffe, die in die Naab gelangten. Die angenommene Lage stellte damit eine komplexe Schadenssituation dar, die umfangreiche rettungsdienstliche Maßnahmen, technische Hilfeleistungen sowie koordinierte Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes erforderlich machte.

Die örtliche Einsatzleitung übernahm Kreisbrandinspektor Helmut Schatz in seiner Funktion als einer der im Landkreis Schwandorf vorausbenannten Örtlichen Einsatzleiter. Unterstützt wurde er dabei durch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), die insbesondere die Lageführung, Dokumentation, Kommunikationsabläufe und Führungsunterstützung an der Einsatzstelle sicherstellte. Im Bereich des Rettungsdienstes erfolgte die entsprechende Führung und Koordination durch die Sanitätseinsatzleitung.

Führungsstrukturen im Fokus

Parallel zur Einsatzstelle wurden im Landratsamt Schwandorf die übergeordneten Führungsstrukturen aktiviert. Auf der politisch-administrativen Ebene kommt hierbei der Führungsgruppe Katastrophenschutz, kurz FüGK, eine zentrale Rolle zu. Sie unterstützt die Katastrophenschutzbehörde bei der Bewältigung der Lage, bereitet Entscheidungen vor, koordiniert überörtliche Maßnahmen und stellt die Verbindung zwischen Einsatzgeschehen und Verwaltung sicher. Bestandteil dieser Struktur ist auch die Kommunikationsgruppe der FüGK, die KomFü. Sie sorgt insbesondere für einen geordneten Informationsfluss.

Ein besonderer Schwerpunkt der Übung lag auf dem Zusammenspiel zwischen Einsatzstelle und den einzelnen Einsatzleitungen. Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig klar definierte Meldewege sind.

In die Übung eingebunden waren zahlreiche Organisationen und Fachstellen, darunter der Rettungsdienst mit BRK und Johannitern, das Technische Hilfswerk, die Polizei, Notfallmanager der Deutschen Bahn, Notärzte sowie Fachberater aus verschiedenen Behörden und Sachgebieten. Gerade bei größeren Schadenslagen kommt den Hilfsorganisationen eine besondere Bedeutung zu. Sie übernehmen nicht nur die medizinische Versorgung, Betreuung und Unterstützung betroffener Personen, sondern sind zugleich ein unverzichtbarer Bestandteil des vernetzten Hilfeleistungssystems.

Neben der operativen Gefahrenabwehr wurden im Rahmen der Übung auch die Abläufe im Landratsamt praxisnah dargestellt. Hierzu zählten unter anderem die Einrichtung von Notfalltelefonen für die Bevölkerung, die Koordination von Warnmeldungen, die Vorbereitung einer Pressekonferenz sowie die Abstimmung von Versorgungsmaßnahmen. Diese Einspielungen wurden durch Komparsen innerhalb der Übungsleitung realitätsnah dargestellt.

Diese Meldung basiert auf Informationen der Kreisbrandinspektion Schwandorf und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.

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