29.11.2019 - 16:57 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zukunfts-Strategien für den Landkreis bündeln

"Es ist gut, wenn alle an einem Strick ziehen." Diese Feststellung von Kreisrätin Maria Baumer (CSU) bezieht sich auf eine Initiative der Regierung. Deren Ziel ist, alle Initiativen, Handlungskonzepte und -strategien zu vereinen.

Entwicklungskonzepte, wie es sie im Landkreis Schwandorf mehrere gibt, stellen Orientierungsrahmen für die künftige Entwicklung dar, etwa von Gemeinden wie Schwandorf.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Das Regionalmanagement Schwandorf wird seit 2009 vom Freistaat Bayern gefördert. Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat will nun die Instrumente des Regionalmanagements weiter ausbauen und stärken. Dabei geht es im speziellen um die Förderung einer "Zukunftsstrategie für die Region". Der Landkreis Schwandorf wurde mit einem Schreiben aus München für die Regionalmanagement-Sonderförderung ausgewählt.

Abgesehen von dem Städtedreieck und der Lernenden Region liegen bei allen Initiativen (siehe Infokasten) im Landkreis Schwandorf Handlungskonzepte oder -strategien vor. Zudem wurde im Rahmen des Förderrichtlinie-Regionalmanagement-Projektes "Der Landkreis als Marke" eine Strategie zur Einführung der Marke "Landkreis Schwandorf - Natürlich leb' ich hier" mit ihren Kernwerten Natur, Freizeit und Wirtschaft entworfen.

Mit den oben genannten Initiativen sowie dem Regionalmanagement findet bereits jährlich ein Koordinierungstreffen statt. In diesem wird der aktuelle Stand von Vorhaben im jeweiligen Gebiet vorgestellt und diskutiert. Eine gemeinsame, übergeordnete, querschnittsorientierte, den gesamten Landkreis Schwandorf umfassende regionale Entwicklungsstrategie wurde allerdings noch nicht erarbeitet.

Durch die Förderung eines Strategieprozesses könnte unter Einbeziehung aller regionaler Initiativen und Entwicklungsinstrumente und aller Kommunen (auch diejenigen, die bisher in keiner IRE oder ILE integriert sind) eine solche Zukunftsstrategie entwickelt und die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung des Landkreises Schwandorf gestellt werden. So zumindest die Hoffnung der Kreisverwaltung, wie sie sich bei der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik äußerte.

Durch den Strategieprozess - moderiert durch ein externes Büro - soll der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit im Landkreis intensiviert, Parallelstrukturen und "unnötige" oder unkoordinierte finanzielle Ausgaben vermieden und in der Region eine Aufbruchsstimmung hervorgerufen werden. Neue Projekte, die den Landkreis stärken, sollen angeregt werden. Der Ausschuss, der das Vorhaben kurz positiv diskutierte, war einstimmig dafür.

Initiativen und Entwicklungsinstrumente:

Im Landkreis Schwandorf gibt es neben dem Regionalmanagement zahlreiche weitere Initiativen und Entwicklungsinstrumente: die Lokale Aktionsgruppe, die Fischereiliche Lokale Aktionsgruppe, die Förderung integrierter räumlicher Entwicklungsmaßnahmen (IRE) Leben im Fluss, die zwei IRE Regentalgemeinden und Seenlandgemeinden, die IRE und ILE (Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes) Brückenland Bayern-Böhmen, sowie die ILE Schwarzach-Regen, Städtedreieck Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof, Teublitz und schließlich die Lernende Region Schwandorf. (td)

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